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18.03.2011

MDR zieht Konsequenzen aus Ki.Ka-Betrugsfall

Die Revisionen von MDR und ZDF legen im Rahmen von Sondersitzungen des Rundfunkrates und des Verwaltungsrates des MDR den vorläufigen Abschlussbericht mit den Ergebnissen der Untersuchungen im Ki.Ka-Betrugsfall vor. Der in Untersuchungshaft befindliche ehemalige Herstellungsleiter des ARD/ZDF-Kinderkanals hatte zwischen 2002 und 2010 durch betrügerische Scheingeschäfte mit fünf Firmen rund 8 Mio. Euro veruntreut. Trotz externer Rechnungsprüfung blieben die kriminellen Machenschaften lange Zeit unentdeckt. Ermöglicht wurde der Betrugsfall durch ein ausgeklügeltes und mit viel krimineller Energie aufgebautes Betrugssystem sowie eine Reihe von Schwachstellen im internen Kontrollsystem, durch die es zu Defiziten in der Beachtung und Anwendung von geltenden Vorschriften kam. MDR-Verwaltungsdirektor Holger Tanhäuser stellt vor diesem Hintergrund ohne Anerkennung eines eigenen Verschuldens sein Amt zur Verfügung, um einem personellen Neuanfang nicht im Wege zu stehen. Um derartige Betrugsfälle künftig zu vermeiden, hat der MDR einen Maßnahmenkatalog erarbeitet, der u.a. eine stärkere Anbindung des Ki.Ka an den MDR vorsieht. Zusätzlich soll beim Ki.Ka eine Beschaffungsstelle bei der Programmgeschäftsführung eingerichtet und die Compliance-Organisation des MDR weiterentwickelt werden. Der Betrugsfall hat neben diesen organisatorischen für einige Mitarbeiter des MDR und des Ki.Ka auch arbeitsrechtliche Konsequenzen, die von der Ermahnung bis hin zur fristlosen Kündigung reichen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiter. Am 5.7. verurteilt das Landgericht Erfurt den ehemaligen Herstellungsleiter wegen Millionbetrugs zum Schaden des Ki.Ka zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und drei Monaten.

Ressort:

Rundfunkanstalten / Gemeinschaftseinrichtungen:

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Quelle: Deutsches Rundfunkarchiv, Frankfurt/M. | Über "Chronik der ARD" | Chroniken der Landesrundfunkanstalten