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Die Entdeckung der Schriftrollen vom Toten Meer

Sie zählen zu den bedeutendsten archäologischen Funden des 20. Jahrhunderts: Die Handschriften, die am Nordwestufer des Toten Meeres nahe der Ruinensiedlung Khirbet Qumran im Westjordanland gefunden wurden. Inzwischen sind die gesamten 2000 Jahre alten Schriftrollen in einer guten Auflösung online abrufbar. Auftraggeber des Projekts war das Israel-Museum in Jerusalem.

1947 entdeckten Beduinen in einer Höhle Tonkrüge mit alten Schriftrollen und verkauften sie einem Antiquitätenhändler in Bethlehem. Der israelische Archäologe Eleasar L. Sukenik erwarb drei davon und stellte fest, dass er ein Exemplar der hebräischen Jesajarolle in den Händen hielt, das älter war als jede bis dahin existierende Fassung. Erst in den 50er Jahren gelang es ihm und seinem Sohn die übrigen Rollen aufzukaufen, die inzwischen in den USA zur Versteigerung angeboten wurden.

Die Nachricht von den sensationellen Funden machte sowohl bei Archäologen als auch bei Antiquitätenräubern die Runde. Bis 1956 brachten Ausgrabungen unter der Leitung des französischen Dominikanerpaters Roland de Vaux zehn weitere Höhlen mit Überresten von etwa 900 Schriftrollen zum Vorschein. Die mit neun Metern längste Schriftrolle, die "Tempelrolle", wurde illegal ausgegraben, konnte aber schließlich von Antiquitätenhändlern zurückgekauft werden.

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