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Schwäne: Symbol für eheliche Treue
Schwäne sind in vielen Kulturen ein Sinnbild für Reinheit und Treue. So gibt es in Belgien den Brauch, dass Männer den Ehering ihrer Auserwählten eine Zeit lang von Schwänen bebrüten lassen, um sich der Treue ihrer zukünftigen Frau sicher zu sein. Tatsächlich wählen Schwäne im Alter von etwa zwei Jahren einen Partner fürs Leben, mit dem sie alljährlich in den Wintermonaten die Balz beginnen. Um die Brut und Aufzucht der Jungen kümmern sich die Eltern gemeinsam. Verstirbt einer der beiden Partner, haben sie oft Schwierigkeiten einen neuen zu finden.
Dennoch sind die treuen Schwäne Seitensprüngen nicht abgeneigt. Der Zoologe Dr. Raoul Mulder von der Universität Melbourne stattete Schwäne mit Microchips aus und beobachtete so ihr Kopulationsverhalten. Anschließende DNA-Tests zeigten: Jedes sechste Küken stammte nicht vom sozialen Vater.
Doch damit befinden sich Schwäne in guter Gesellschaft. Obgleich etwa 90 Prozent aller Vögel zumindest während einer Brutsaison in einer festen Paarbeziehung leben, sprechen Biologen inzwischen nur noch von "sozialer Monogamie". Sexuelle Monogamie kommt im Tierreich nur selten vor.





Wunsch und Mythos
Untreue im Tierreich