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18.05.2012

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Mit voller Kraft voraus

Bleibt für die Tour mit dem E-Bike das Auto öfter stehen, so können die modernen Zweiräder langfristig zur Reduktion von CO2-Emissionen beitragen. Denn trotz der benötigten Energie, die sie aus der Steckdose beziehen, stellen sie eine weitaus geringere Belastung der Umwelt dar als die spritfressenden Kraftfahrzeuge. Der Stromverbrauch eines E-Bikes ist sehr gering und nicht nur vom Akkutyp und der Art des Bikes abhängig, sondern auch von den Fahrbedingungen und vor allem der Fahrweise.

So wird bei einer optimalen Balance zwischen eigener Tretkraft und Motorleistung besonders energieeffizient gefahren. Trampelt man hingegen wenig und überlässt dem Motor die Haupt-"Arbeit", verbraucht man entsprechend mehr Strom. Wie viele Kilometer mit einer Akkuladung zu schaffen sind, hängt generell zunächst von der Akku-Leistungsfähigkeit ab: Eine kleine Batterie schafft gerade einmal 20, ein 18-Ampère-Akku bis zu 140 Kilometer. Bei normaler Nutzung kann davon ausgegangen werden, dass ein E-Bike auf 5.000 Kilometer soviel Strom verbraucht, wie drei Liter Diesel kosten.

Diesen geringen Stromkosten stehen hohe Anschaffungskosten gegenüber. Im Schnitt geben die Käufer 2.400 Euro für die motorgestützten Bikes aus. Hinzu kommt, dass nach etwa 800 bis 1.000 Aufladungen ein neuer Akku fällig wird, der mit mehreren Hundert Euro zu Buche schlagen kann. Der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) prognostiziert für die kommenden Jahre einen weiter deutlichen Anstieg der Verkaufszahlen von E-Bikes. Den Anteil am Gesamtfahrradmarkt sieht man hier mittelfristig bei 10 bis 15 Prozent, also bei Stückzahlen zwischen 400.000 bis 600.000.

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