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Die Krise der katholischen Kirche

Seit Januar 2010 musste sich die katholische Kirche in Deutschland einer breiten öffentlichen Debatte über ihre moralische Glaubwürdigkeit stellen. Auslöser waren zunächst die Fälle sexuellen Missbrauchs an Kindern durch Priester und Ordensleute am Berliner Canisiuskolleg. Zahlreiche weitere Meldungen aus katholischen Einrichtungen erschütterten die Öffentlichkeit. Inzwischen gibt es kaum ein Bistum ohne belegte Missbrauchsfälle.

Am 4. Februar 2011 veröffentlichten 144 Professoren der Theologie ein Memorandum mit Reformvorschlägen, inzwischen ist die Zahl auf 311 Unterzeichner gewachsen, davon stammen 240 aus dem deutschsprachigen Raum (Stand: August 2011). Dabei versteht sich das Memorandum nicht als alleinige "Reaktion auf die Geschehnisse des Jahres 2010", denn die Krise der Katholischen Kirche in Deutschland wird durch Austrittszahlen schon seit längerer Zeit belegt. Auch wenn im Jahr 2010 mehr als 180.000 Gläubige aus der katholischen Kirche in Deutschland ausgetreten sind, waren es bereits zehn Jahre zuvor immerhin 143.000 (Quelle: Deutsche Bischofskonferenz).

Die Handlungsfelder, die sich nach Meinung der Theologieprofessoren auftun, sind alles andere als neu: Viele Vorschläge wie die Abkehr vom Zölibat für Priester oder die Verbesserung der Rechtskultur sind schon vor mehr als 30 Jahren in Deutschland formuliert und in Rom überhört worden.

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