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Guantanamo: US-Gefangenenlager im Karibischen Meer

Kaum ein anderes Gefängnis hat weltweit so viele Proteste ausgelöst, wie das US-amerikanische Gefangenenlager auf der kubanischen Insel Guantanamo. 2002 wurden die ersten Gefangenen, die als vermeintliche Taliban- und Al-Qaida-Kämpfer eingestuft worden waren, in das Lager gebracht: Häftlinge in orangefarbenen Anzügen, mit verbundenen Augen und an Händen und Füßen gefesselt, die ohne Prozess oder Anklage interniert wurden. Seither gilt Guantanamo als Synonym für staatliche Willkür und Folter.

Die Insel im Karibischen Meer hatte die damalige Regierung unter George Bush deshalb gewählt, weil der Militärstützpunkt auf Kuba angeblich nicht amerikanischer Rechtsprechung unterliege - eine Auffassung, die 2005 vom Obersten Gerichtshof in Washington revidiert wurde. Doch bis heute besteht das Lager weiter und umfasst derzeit 171 Gefangene. Von den insgesamt rund 780 Häftlingen wurden etwa 600 im Laufe der letzten zehn Jahre wieder freigelassen, nur sechs wurden rechtskräftig verurteilt.

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