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Der Anfang vom Ende

Sie läutete den Bruch der USA mit der knapp 250 Jahre alten Tradition der Sklaverei ein und noch bevor sie offiziell verlesen wurde, gehörte sie bereits zu den bedeutendsten Dokumenten aller Zeiten: Vor 150 Jahren, am 22.9.1862, verkündete Abraham Lincoln mit der so genannten Emanzipationserklärung, dass ab 1. Januar 1863 "alle als Sklaven gehaltenen Personen in einem Einzelstaat oder einem genau bezeichneten Teil eines Einzelstaats, deren Bevölkerungen sich zu diesem Zeitpunkt im Zustand der Rebellion gegen die Vereinigten Staaten befinden werden, dann fortan und für immer frei sein sollen".

Wenngleich die Emanzipationserklärung im Kern ein taktisches Manöver inmitten des amerikanischen Bürgerkriegs war und weder die Sklaverei vollständig beendete noch alle Sklaven befreite, so verfehlte sie nicht die gewünschte Wirkung. Sie vermittelte Millionen von Sklaven die Hoffnung auf baldige Freiheit, sie verlieh den Kriegszielen der Nordstaaten eine moralische Legitimation und schürte in den Südstaaten die Angst vor dem Verlust ihrer versklavten Arbeitskräfte. Auf diese Weise markiert der 22. September 1862 den Anfang vom Ende der Sklaverei in den USA, die im Dezember 1865 mit der Ratifizierung des 13. Zusatzartikels zur amerikanischen Verfassung endgültig aufgehoben wurde.

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