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09.02.2012

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Marco Polo: Ein Italiener in Asien

Unbekannte Weltengegenden üben seit jeher für viele Entdecker eine unwiderstehliche Anziehungskraft aus. Einer, der ganze Generationen von Forschern und Entdeckern mit seinem Reisebericht über die faszinierenden Landschaften und bislang unbekannten Kulturen Asiens inspirierte, war Marco Polo. Der 17-jährige Italiener brach 1271 zu einer der wohl erstaunlichsten Entdeckungs- und Forschungsreisen aller Zeiten auf. Mit seinem Vater und seinem Onkel, zwei italienischen Kaufleuten, reiste er quer durch Asien bis zum Hof des Kaisers von China im heutigen Peking. Der wissbegierige junge Mann gewann die Gunst des Mongolenherrschers, der ihn zu seinem persönlichen Gesandten machte. 17 Jahre lang bereiste er in seinem Auftrag das riesige Mongolenreich.

In seinem "Buch der Wunder" ("Il Milione") berichtet Marco Polo von Dingen, die noch nie ein Europäer gesehen hatte und die viele für Ausgeburten einer blühenden Fantasie hielten: Papiergeld als Zahlungsmittel, Akupunktur als Heilmittel oder wundersame "schwarze Steine, die ewiges Feuer erzeugen" (Kohle). Marco Polos Reisebeschreibungen reichen von Armenien bis Korea, von der Mongolei und Sibirien bis nach Südindien und beeinflussten nachhaltig das geografische Weltbild seiner Zeit. Als Christoph Kolumbus 1492 in See stach, soll auch er "Das Buch der Wunder" im Gepäck gehabt haben.

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