Suche in der ARD
Die schwarze Venus - ein Wissenschaftsthriller
Am 6. Juni ist es noch einmal zu unseren Lebzeiten soweit: Als schwarzer Schatten wandert die Venus an der Sonne vorbei. Der nächste Transit ist erst wieder im Jahre 2117.
Wissenschaftsgeschichte schrieben die Venus-Durchgänge 1761 und 1769. Die besten Forscher sollten an den unterschiedlichsten Stellen der Erde das Ereignis beobachten. Nur dann bestand die Chance, die bis dahin unbekannte Entfernung zwischen Erde und Sonne errechnen zu können. Ein abenteuerlicher Plan in Zeiten, da Reisen lebensgefährlich waren. Expeditionen wurden ausgerüstet - in die Südsee und nach Sibirien. Besonders tragisch endeten die Bemühungen des Franzosen Guillaume Le Gentil. Mehr als zehn Jahre war der Astronom unterwegs. Sein Leben setzte er umsonst aufs Spiel. Wegen schlechter Sicht konnte er keinen der beiden Venus-Durchgänge richtig beobachten. Als der Pechvogel nach entbehrungsreichen Jahren zurückkehrte, hatte seine Familie seinen Besitz aufgeteilt und den Posten bei der Akademie der Wissenschaften war er ebenfalls los.
In ihrem Buch "Die Jagd nach der Venus" ist die Autorin Andrea Wulf diesem Wissenschaftskrimi nachgegangen. Herrscher, wie Katharina die Große, und berühmte Entdecker, wie James Cook, beteiligten sich an der Jagd. Ganz im Sinne der Aufklärung rückte zum ersten Mal in der Geschichte die wissenschaftliche Welt zusammen, obwohl die beteiligten Länder in kriegerische Auseinandersetzungen verstrickt waren.
-
Letzte Chance zu unseren Lebzeiten
Zum Venustransit am 6. Juni [br] -
Seltenes Himmelsschauspiel
Die Venus überholt die Sonne [swr]





Unser Sonnensystem
Venustransit 2012