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09.02.2012

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Vorgeschichtliche Himmelsbeobachtungen

Der Blick zum Himmel weckt seit Urzeiten die Neugier der Menschen. Wie viele Himmelskörper umfasst das Universum? Und nach welchen Gesetzen bewegen sie sich? Oder gibt es gar Leben im All? Fragen, die vielleicht schon die Erbauer eines der bekanntesten prähistorischen Monumente beschäftigten. Bis heute geben die Steinkreise im südenglischen Stonehenge (unten), die bis 3100 v. Chr. zurückreichen, den Forschern Rätsel auf. Die Ausrichtung der eindrucksvollen Megalithen nach den Punkten der Sonnenwende deutet darauf hin, dass Stonehenge als monumentales Sonnenheiligtum konzipiert war. Ob es sich allerdings um eine religiöse Kultstätte oder gar um ein Observatorium zur Beobachtung der Sonne im Lauf der Jahreszeiten handelte, ist umstritten.

Eine Vielzahl archäologischer Funde bezeugen, dass sich bereits frühe Hochkulturen mit astronomischen Fragen beschäftigten - und zu erstaunlichen Ergebnissen kamen. Eines der berühmtesten Beispiele ist die "Himmelsscheibe von Nebra" (l. oben), die 1999 in Sachsen-Anhalt entdeckt wurde. Die auf etwa 1600 v. Chr. datierte Bronzescheibe zeigt die bislang älteste Darstellung des Kosmos. Ein Kreis symbolisiert die Sonne, die Sichel den Mond, 29 kleine Punkte zeigen die Sterne. Besonders interessant sind die sieben gruppierten Goldpunkte, die den Sternenhaufen der Plejaden (r. oben), das so genannte "Siebengestirn", darstellen sollen und belegen, dass man sich bereits in der Bronzezeit in der Beobachtung des Himmels übte.

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