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16.05.2012

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Neil Armstrong: Die unnahbare Legende

Nachdem der erste Mann auf dem Mond auf die Erde zurückgekehrt war, rissen sich die Medien um ihn. Doch Neil Armstrong hat bis auf wenige Ausnahmen alle Angebote abgelehnt. Er wurde zum stellvertretenden Leiter des Aeronautikbüros in Washington befördert , übernahm 1971 eine Professur für Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität von Cincinnati und wechselte 1979 in die Wirtschaft. Bis heute scheut der 79-Jährige (l.: Aufnahme von 1991) die Öffentlichkeit und lebt zurückgezogen auf seiner Farm im US-Bundesstaat Ohio.

Als der britische Journalist Andrew Smith für sein Buch "Moonwalker" die Mondveteranen um ein Interview bat, war Neil Armstrong der einzige, den er nicht zu einem persönlichen Gespräch bewegen konnte. Die Menschen, mit denen Smith über den Pionier sprach, charakterisieren ihn als "kalt, wortkarg und wütend", während andere, wie Charles Duke (Apollo 16), ihn als "wirklich netten Kerl" beschreiben, der aber die öffentliche Aufmerksamkeit verabscheue. Der Mensch hinter der Legende blieb auch Andrew Smith verborgen, dieser findet jedoch durchaus versöhnliche Worte für ihn: "Armstrong hatte den Anstand, unsere Vorstellungen nicht zu übervölkern oder unsere Fantasien zu vermindern mit Worten, die er nicht finden konnte."

Andrew Smith: "Moonwalker. Wie der Mond das Leben der Apollo-Astronauten veränderte",
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2009

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