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Tulpenkrise: Aufstieg und Fall einer Zwiebel

Ein Blick in die Geschichte zeigt: Krisen gehören zum Kapitalismus wie Kopfschmerzen zur durchfeierten Nacht. Bereits im 17. Jahrhundert, als der Kapitalismus noch in den Kinderschuhen steckte, brachten riskante Spekulationen und der Traum vom schnellen Geld die Märkte aus dem Gleichgewicht. Was 2008 die Immobilienkrise in den USA, war in den 1630er Jahren die Tulpenkrise in Holland.

Anfang des 17. Jahrhunderts avancierte die exotische, aus dem Nahen Osten stammende Tulpe zum Statussymbol der Niederländer und der Handel mit Tulpenzwiebeln begann zu florieren. 1634 begann ein wahrer Boom und ein ganzes Volk träumte davon, schnell und mühelos reich zu werden. Die begehrten Tulpenzwiebeln wurden nicht nur an der Börse, sondern auch in Wirtshäusern gehandelt und innerhalb von drei Jahren stiegen die Preise um das Fünfzigfache. Als im Jahr 1637 bei einer Auktion die geforderten Preise nicht erzielt wurden, platzte die Spekulationsblase. Panikverkäufe waren die Folge und die Preise fielen binnen weniger Tage um über 95 Prozent. Fast die Hälfte der Bevölkerung hatte in den Tulpenboom investiert und Tausende Menschen verloren ihr gesamtes Vermögen.

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