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2009: Jungbrunnen für Chromosome
Für ihren Beitrag zur Chromosomenforschung wurden im Jahr 2009 die drei US-amerikanischen Wissenschaftler Elizabeth Blackburn (l.), Carol Greider (M.) und Jack Szostak (r.) mit dem Nobelpreis für Medizin geehrt.
Sie haben herausgefunden, wie sich Zellen vor Alterung schützen. Dabei spielen die Endstücke der Chromosomen, die so genannten Telomere, eine entscheidende Rolle. Im Laufe der Zellalterung werden diese "Schutzkappen" kürzer. Ebenso konnten die Forscher das Enzym identifizieren, das die DNA der Telomere (u.) herstellt - die Telomerase.
Die Forschung an Telomeren birgt Potenzial für medizinische Therapien: Wenn Telomere kürzer werden, altert die Zelle. Umgekehrt bedeutet eine hohe Telomeraseaktivität, dass das Zellalter verlängert wird. Dies ist zum Beispiel bei Krebszellen der Fall. Auch bei anderen Krankheiten spielt eine gestörte Telomeraseaktivität eine Rolle. Insofern, teilte das Nobelkomitee in Stockholm mit, böten die Forschungsarbeiten der drei Wissenschaftler Grundlagen für weitergehende Studien - nicht nur in der Krebs-, sondern auch in der Alterungsforschung.
Elizabeth H. Blackburn, australisch-amerikanische Molekularbiologin an der University of California in San Francisco
* 26. November 1948 in Hobart (Tasmanien)
Carol Greider, US-amerikanische Molekularbiologin an der Johns Hopkins University in Baltimore
* 15. April 1961 in San Diego
Jack W. Szostak, Biochemiker und Molekularbiologe am Howard Hughes Medical Institute in Maryland, an der Harvard Medical School und am Massachusetts General Hospital in Boston
* 1952 in London
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Stockholmer Komitee ehrt Arbeiten zu Chromosomen-Forschung [tagesschau] -
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Medizin-Nobelpreis 2009 [br] -
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Bilder zum Medizin-Nobelpreis 2009 [swr]
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