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Die Mär vom bösen Wolf
Längst nicht alles, was manchen Tieren nachgesagt wird, entspricht der Realität. Ihr oftmals falsches Image beruht zumeist auf altem Aberglauben und weit verbreiteten Vorurteilen. Bestes Beispiel ist die Mär vom bösen Wolf. Gruselgeschichten über Wölfe, die Kinder rauben und Menschen zu Tode hetzen sowie die Märchenwölfe aus den "Sieben Geißlein" oder "Rotkäppchen" nähren bis heute die Angst vor Isegrim.
Dabei ist der Wolf zwar ein Raubtier, aber sein Speiseplan besteht in erster Linie aus Huftieren wie Elchen, Rehen oder Wildschweinen. Berichte von Überfällen und Hetzjagden auf Menschen entbehren dagegen jedweder Grundlage, bislang ist kein Angriff eines gesunden Wolfes auf Menschen bekannt geworden. Einen bleibenden Imageschaden hinterließ jedoch die Vorliebe des Wolfes für Schafe und andere Weidetiere, die ihn zum erklärten Feind des Menschen machten. Er wurde selbst zum Gejagten und so fast ausgerottet. In Europa steht der Wolf mittlerweile unter Artenschutz und darf nicht mehr gejagt werden.





Tierflüsterer
