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Julianischer vs. Gregorianischer Kalender

Die Zeitrechnung des christlichen Mittelalters orientierte sich am so genannten Julianischen Kalender, den der römische Kaiser Julius Cäsar (l.) im Jahr 46 v.Chr. eingeführt hatte. Den Zeitraum zwischen zwei Frühjahrssonnenwenden und damit die Länge eines Sonnenjahres hatten die Römer mit 365,25 Tagen berechnet. Um das Kalenderjahr dem Sonnenjahr anzupassen, wurde alle vier Jahre im Februar ein Schalttag eingefügt.

Cäsars Astronomen hatten sich jedoch bei der Länge des Sonnenjahres um 11 Minuten und 14 Sekunden verrechnet - dieses zählt nämlich 365,2422 Tage. Die zunächst kaum merkbare Differenz zwischen Sonnen- und Kalenderjahr summierte sich alle 128 Jahre zu einem vollen Tag und Ende des 16. Jahrhunderts war sie auf zehn Tage angewachsen. Dadurch wurde u.a. die Berechnung des Osterfestes für den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond für die christliche Kirche immer schwieriger.

Schließlich nahm sich Papst Gregor XIII. (r.) des Problems an und leitete eine Kalenderreform ein, die 1582 mit dem Gregorianischen Kalender in Kraft trat: Das laufende Jahr wurde um 10 Tage verkürzt und der Rhythmus der Schaltjahre verändert. Der vierjährige Schalttag blieb erhalten, außer in den Jahren, die durch 100 teilbar sind. Einzige Einschränkung: Schaltjahre, die glatt durch 400 teilbar sind, bleiben erhalten. Dadurch verringerte sich die Durchschnittslänge eines Jahres auf 365,2425 Tage. Der Unterschied zum Sonnenjahr beträgt zwar immer noch 26 Sekunden, doch es bedarf 3.323 Jahre, um ihn auf einen Tag anwachsen zu lassen.

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