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"Die Wissenschaft war zu langsam"
Berlin im Sommer 1989 - selbst im Westteil der Stadt war spürbar, dass es jenseits der Mauer brodelte. Mitten drin befand sich Walter Süß. Der Historiker forschte damals an der Freien Universität Berlin und hatte gerade einen Antrag für ein zweites Forschungsprojekt bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft gestellt. Thema seines Vorschlags: Die Demokratisierung der DDR. Süß stellte die These auf, dass sich die DDR-Führung dem wachsenden Reformdruck aus dem Ostblock nicht entziehen würde können.
Die reellen Ereignisse überholten sein Forschungsvorhaben und Süß wurde vom Wissenschaftler zum Journalisten: Die Tageszeitungen konnten in seinen Augen zu dieser Zeit besser mit den aktuellen Ereignissen Schritt halten als die Forschung, wie er im Audio unter dem Bild erzählt.
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Der Spitzelapparat der DDR
Der 15. Januar 1990
