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11.02.2012

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Der Blick auf die Welt

Die Geschichte der Kartografie ist immer auch die Geschichte davon, wie in der Vergangenheit unsere Welt gesehen wurde: Was war über geografische Beschaffenheiten bekannt? Welche Grenzen wurden gezogen und welche politischen Verhältnisse herrschten damit? Die Ausstellung "Belle Vue auf die Welt", die in der Staatsbibliothek zu Berlin zu sehen war, zeigte einen Ausschnitt der historischen Schätze ihrer Kartensammlung.

Darunter befindet sich etwa diese so genannte "Augenscheinkarte" von etwa 1600. Dieser Kartentypus wurde notwendig, als die Rechtssprechung im späten 15. Jahrhundert von den lokalen Feudalherren auf professionelle Gerichte überging, die die "Tatorte" nicht zwangsläufig kannten. "Augenscheinkarten" dienten so der Illustration: Hier sind die Schauplätze offenbar dramatischer Geschehen rot markiert. So sollten Angriffe auf hessischem Gebiet verdeutlicht werden, die sich bis jenseits der "Mainzischen Grenze" erstreckten.

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© SWR 2010

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