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Findiger Nahrungssucher: Der Rotfuchs
Immer öfter verirren sich wilde Tiere in Städte und werden dort heimisch. Das ist kein Zufall, denn die menschliche Nähe sichert den Wildtieren einige Vorteile: Sie finden leicht Nahrung, im Winter ist es etwas wärmer als in der freien Wildbahn und Dachböden, leere Keller und Türme bieten einen Unterschlupf. Schließlich ist die scheinbar gefährliche, verkehrsreiche Stadt für Fuchs, Wildschwein und Co. sicherer, denn ohne eine Sondergenehmigung dürfen sie dort nicht gejagt werden.
Füchse halten sich nicht nur am Stadtrand in Gärten auf. Auch in der Innenstadt wurden sie schon gesehen, zum Beispiel am Münchener Marienplatz oder am Alexanderplatz in Berlin. Als Allesfresser ernähren sie sich dort von menschlichen Abfällen. Der Wildtierbeauftragte von Berlin, Derk Ehlert, vermutet, dass 2009 ungefähr 1600 Fuchsfamilien in der Bundeshauptstadt gelebt haben.
Normalerweise greift ein Fuchs den Menschen nicht grundlos an, es sei denn er fühlt sich bedroht. Als Überträger von Krankheiten ist er dennoch gefährlich. Auch wenn die Tollwut in Mitteleuropa weitgehend ausgerottet ist, können Füchse zum Beispiel Salmonellen oder den gefürchteten Fuchsbandwurm übertragen.





Lebendiger Großstadt-Dschungel
Wolf, Bär und Luchs
