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11.02.2012

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Das Lamm: Symbol des Sieges über den Tod

Tiersymbole haben in der christlichen Religion eine lange Tradition. Da das gläubige Volk die auf Latein gehaltenen Predigten des Priesters in der Regel nicht verstehen konnte und über Jahrhunderte hinweg keine Bibelübersetzung zur Verfügung hatte, waren Gemälde und Skulpturen im Kirchengebäude oft das einzige Transportmittel der christlichen Botschaft.

Neben den zahllosen Heiligenfiguren finden sich in biblischen Darstellungen oft Tiere, die entweder für bestimmte Eigenschaften stehen oder konkrete Personen symbolisieren sollen. Einige Tiersymbole begegnen uns bis heute, sei es das gebackene Osterlamm am Ostersonntag oder der Wetterhahn auf dem Kirchturm.

Oftmals reichen die Wurzeln dieser Tiersymbole in noch ältere Kulturen zurück. So galt in der jüdischen Religion das Lamm als Wiederkäuer mit gespaltenen Hufen als rein (jiddisch: "koscher") und eignete sich zum Verzehr und als Tieropfer. Auch stand es für Friedfertigkeit und Sanftmut. Die ersten Christen bedienten sich dieses Bildes und verglichen den Kreuzigungstod Christi mit dem Opfertod eines Lammes. Auch wird in der Bibel Jesus mit den Worten angekündigt: "Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt." (Joh 2,29). Das Lamm Gottes, lateinisch "Agnus Dei", wird oft mit einer Siegesfahne dargestellt (im Bild). Dies steht für den Sieg Christi über den Tod, da dieser nach christlicher Vorstellung nach seiner Kreuzigung auferstanden ist. Dieses Ereignis wird am Ostersonntag gefeiert, das Osterlamm, also Jesus, ist vielerorts fester Bestandteil der Feierlichkeiten.

Anmerkung: Sämtliche Bibelzitate entstammen der Einheitsübersetzung.

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