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Wole Soyinka - der Nobelpreisträger
Wole Soyinka, unermüdlicher Kämpfer für Menschenrechte und Freiheit aus Nigeria, dominiert seit Jahren die anglophone Literatur Afrikas. Dem Dichter, Romancier, Essayist und Theatermann wurde 1986 – als erstem Afrikaner - der Nobelpreis für Literatur verliehen. Er habe "das Drama der Existenz in einer breiten Perspektive und mit poetischen Konnotationen bearbeitet", so die Begründung der Jury.
Soyinka wurde 1934 als zweites von sieben Kindern einer christlichen Familie in Westnigeria geboren. Da er sich für einen Frieden zwischen den Konfliktparteien des Bürgerkriegs 1967 einsetzte, wurde er von dem damaligen Militärregime zu 22 Monaten Isolationshaft verurteilt. Eine Erfahrung, die ihn nicht mehr losließ. Seit seiner Freilassung lebt er meist im selbst gewählten Exil im Ausland, vor allem in England und den USA. Aber auch aus der Distanz wird er nicht müde, auf den "drückenden Stiefel und die Irrelevanz der Farbe des Fußes, der ihn trägt" aufmerksam zu machen.
Seine Gedichte, mythenträchtigen Dramen und satirischen Komödien prangern Machthaber an, behandeln aber auch Konfliktsituationen der neuen nigerianischen Gesellschaft. Zu seinen wichtigsten Werken gehören "Zeit der Gesetzlosigkeit", "Die Plage der tollwütigen Hunde", "Ake. Jahre der Kindheit" und "Ibadan. Streunerjahre 1946-1965". Zuletzt erschienen ist der stark autobiografisch angelegte Roman: "Brich auf in früher Dämmerung. Erinnerungen" (Ammann Verlag, 2008).
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Erinnerungen einer öffentlichen Person
Buchkritik zu Wole Soyinkas "Brich auf in früher Dämmerung" [dradio]
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