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Und immer wieder der Tod
Zu den Höhepunkten der Ausstellung gehören zwei überbordende Altäre. Sie sind beladen mit einem Durcheinander verschiedener Gaben: Flaschen, Schüsseln, Kerzen, Heiligenbilder, ein scheinbar chaotisches Bild, bei dem doch jedes Stück seine Bedeutung hat. "Jeder Tempel ist ein Museum", sagt Ethnologin Beauvoir-Dominique. "Alle Objekte werden bewahrt."
Für Menschen aus dem westlichen Kulturkreis wirken die Altäre wie ein Sammelsurium - es dauert Jahre, Vodou und seine Hintergründe zu studieren. Unweigerlich stößt man dabei auch auf das besondere Verhältnis der Haitianer zum Tod: Er wirkt auf sie nicht beängstigend, der Toten wird in fröhlicher Form gedacht. Und so spielt der Tod auch im Vodou eine große Rolle, die Schädel der Vorfahren werden in Statuen (r.) verarbeitet, denen eine starke spirituelle Macht nachgesagt wird.
Die Ausstellung "Vodou. Kunst und Kult" ist noch bis zum 24. Oktober 2010 im Ethnologischen Museum Berlin zu sehen.
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