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Die schönen Schwestern
Luise wurde am 10. März 1776 in Hannover als Tochter des Prinzen von Mecklenburg-Strelitz geboren. Trotz des frühen Todes der Mutter verlebte sie eine unbeschwerte Kindheit und Jugend bei ihrer Großmutter in Darmstadt, die ihr eine eher bürgerliche und freizügige Erziehung angedeihen ließ. Luise, die als temperamentvoller Wildfang galt und liebevoll "Jungfer Husch" genannt wurde, verband eine besonders innige Beziehung mit ihrer jüngeren Schwester Friederike. Johann Wolfgang Goethe beschrieb die beiden Schwestern gar als "himmlische Erscheinungen", deren Schönheit und Anmut für allerlei Gesprächsstoff sorgte.
So wurden die schönen Schwestern bereits im Alter von 15 und 17 Jahren Gegenstand eines heiß diskutierten Heiratsprojektes. Ihr Ruf war 1793 bis an den preußischen Hof in Berlin vorgedrungen, wo die Prinzen Friedrich Wilhelm und Ludwig auf Freiersfüßen wandelten. Eiligst wurde ein Zusammentreffen arrangiert und nach fünf Tagen des Kennenlernens war die Sache besiegelt. Ludwig hatte seinem älteren Bruder, dem Thronfolger Friedrich Wilhelm III., den Vortritt gelassen und dieser wählte Luise (r.). Die schönen Bräute wurden zum beliebten Motiv von Malern und Bildhauern und das Marmorstandbild (l.) von Gottfried Schadow kann noch heute in der Berliner Nationalgalerie bewundert werden. Friedrich Wilhelm allerdings zeigte sich wenig begeistert. Seine Frau, so der Kronprinz, sei in dem Standbild "zu viel Venus und zu wenig Madonna".





2010 - Im Zeichen der Luise
