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Ist Anders Behring Breivik ein wahnsinniger Einzelgänger – oder ist seine Tat Ausdruck für einen neuen aggressiven Nationalismus und Fremdenhass in der norwegischen Gesellschaft? Auf Ihre Kommentare antwortet die Autorin Hannelore Hippe.

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6Kommentare zu diesem Feature

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  1. 7.08.2012, 21:35 Uhr | nik

    Ich muss zustimmen: Die Kanaltrennung ist einfach nur grausam. Bitte lasst doch mal Profis bei der Audioproduktion ran.

    nik antworten
  2. 3.07.2012, 13:43 Uhr | Guido Erfen

    Ein Wort zur Technik:

    Nichts gegen Simultan-Übersetzungen zum O-Ton. Das funktioniert durchaus. Aber bitte nehmt Rücksicht auf Eure Podcast-Hörer, die in aller Regel mit Kopfhörern und nicht selten in Freiluft lauschen! Das “Radikal-Stereo” mit Stimmen nur auf einem Kanal (also ohne Restsignal auf dem gegenüberliegenden Kanal) ist nicht nur sehr unangenehm zu hören sondern dann auch schwer verständlich! (Man fühlt sich an 60er-Jahre-Stereo erinnert.)

    Vielen Dank

    Guido Erfen antworten
  3. 25.06.2012, 00:38 Uhr | Lisa Grünewald

    Meiner Ansicht nach thematisiert der Bericht nicht, was er verspricht, nämlich genau die Frage, die gestellt wird: Ist Anders Behring Breivik ein wahnsinniger Einzelgänger – oder ist seine Tat Ausdruck für einen neuen aggressiven Nationalismus und Fremdenhass in der norwegischen Gesellschaft?
    Es wird fast überhaupt nicht auf diese Frage eingegangen, dabei wäre es höchst interessant sich Nationalismus und Fremdenhass in Norwegen anzuschauen. Und dabei nicht den offensichtlich rechtsextremen, sondern den der Mitte, den alltäglichen. Gibt es diesen in Norwegen, das sich doch sonst so offen und tolerant gibt?
    Ich war selbst eine Weile in Norwegen und habe von viel latentem Rassismus gehört, z.B. dass Menschen, die keinen norwegischen Namen haben, nur schwer eine Wohnung und einen besseren Nebenjob bekommen. Sobald sie ihren Namen sagten, lautete die Antwort nein, auch wenn sie perfektes Norwegisch sprachen.
    Eine Thematisierung dieser Dinge hätte ich mir tatsächlich mehr gewünscht.
    Stattdessen werden Erlebnisberichte dargestellt und emotional aufgeladene Tagebucheinträge Breiviks. Dies ist sicher auch interessant und wichtig, nur leider nicht das, was die Feature-Ankündigung verspricht, zudem das, was immer zu dem Thema gebracht wird.

    Lisa Grünewald antworten
    1. 25.06.2012, 14:38 Uhr | Hannelore Hippe

      Liebe Frau Grünwald,

      ich habe mich bemüht, die Komplexität des Hintergrunds der zu dieser Tat führte, darzustellen. Da ich selbst seit fast zwanzig Jahren ein Teil des Jahres in Norwegen lebe, sind mir fremdenfeindliche Strömungen in dieser Gesellschaft sehr wohl bewusst und sie werden auch im Feature ( zB durch die angehende Ärztin thematisiert) Nur ist das, was Sie sich wünschen, thematisch ein anderes Feature, das sicher auch sinnvoll und interessant ist- nur, wie gesagt, es setzt andere Schwerpunkte, die mit unserem Thema verknüpft sind. Bleiben Sie dem Feature gewogen. Mit freundlichen Grüßen, H. Hippe

      Hannelore Hippe antworten
  4. 24.06.2012, 12:13 Uhr | Eine Hörerin

    Liebe Frau Hippe,

    Das Radiofeature hat mir mit einer Einschränkung gefallen: Meines Erachtest wird Breivik bzw. seiner Perspektive zu viel Raum gegeben. Der Täter bekommt schon durch die exzessive Berichterstattung über die Verhandlung eine Bühne geboten, von der er wahrscheinlich geträumt hat – da ist es nicht mehr notwendig, in einer Sendung wie dieser sogar noch aus seinen Hetzschriften / Tagebüchern zu zitieren! Unterlegt mit der Musik mutet das Feature daher streckenweise wie ein Grusel-Hörspiel an…

    Unabhängig davon finde ich Ihre Hinweise auf die Verschwörungstheorien hinsichtlich der angeblichen “muslimischen Verschwörung”, die als ein Hauptmotiv für die Daten bei vielen Berichterstattungen nicht mal erwähnt wird, sehr gut und wichtig!

    Danke

    Eine Hörerin antworten
    1. 25.06.2012, 14:46 Uhr | Hannelore Hippe

      Man kann sicher zu dem Medienspektakel, das der Prozess ausgelöst hat und der Plattform, die Breivik dadurch erhält, so oder so stehen. Was mir wichtig war, ist den Täter, der das ” Undenkbare” getan hat, nicht als lächelndes Monster, das wir so meist im Fernsehen präsentiert bekommen, abzubilden, sondern das ist auch jemand, der seine Mutti zum Essen ausführt, der betet, etc. Der in sogenannter Normalität etwas Unbegreifliches plant. Das macht Angst. Das sollte uns Stoff zum Nachdenken geben. Oder zumindest, auch das. Das Zitat aus dem Fjordman Schriften halte ich für unerlässlich, da wir sein ganzes Buch in der Tat weder kaufen noch lesen brauchen. Aber dieses Zitat fasst das Motiv aufs genaueste zusammen.
      Danke für Ihren Kommentar. H. Hippe

      Hannelore Hippe antworten
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