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Damit Medikamente helfen und nicht schaden, müssen sie vorab erprobt werden. Doch ist es moralisch vertretbar, diese Medikamententests in weniger industrialisierten Ländern durchzuführen?

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7Kommentare zu diesem Feature

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  1. 3.03.2013, 09:19 Uhr | S. Sprafke

    Hervorragend recherchiert.
    Zugleich sehr persönlich hinsichtlich der Betroffenen und sehr genau hinsichtlich der Verantwortlichen.
    Und überaus sachlich vorgetragen, wodurch der menschenverachtende Umgang noch erschreckender wird. Vielen Dank.

    S. Sprafke antworten
  2. 26.02.2013, 10:28 Uhr | Dieter Bauer

    Liebe Hörerinnen und Hörer,

    als Autor des Features freue ich mich natürlich über Ihre Kommentare. Jeder Mensch ist irgendwann einmal auf Medikamente angewiesen und damit auf Produkte der Pharmaindustrie. Aber das heißt wohl nicht, dass man nichts tun könnte: Wo Verbraucher konkret und persönlich bei den gut ausgebauten Kundenberatungen großer Unternehmen kritische Fragen stellen, finden die nach meiner Erfahrung durchaus Beachtung. Wer spenden will, kann Initiativen unterstützen: Hier bei den „Links zum Thema“ sind auch Studien zu finden von Organisationen, deren Güte jede/r so gleich selbst beurteilen kann.

    Herzliche Grüße, Dieter Bauer

    Dieter Bauer antworten
  3. 25.02.2013, 22:32 Uhr | Dorothea Koch

    Ein Bericht über Bad Pharma der mich betroffen macht. Ich arbeite selbst (noch) in der Pharmaindustrie und kann sagen, dass diese Reportage mit hoher Wahrscheinlichkeit korrekt ist.

    Es geht nur um die Steigerung der Umsätze und Gewinne. Dabei bedient sich das Senior Management am besten (siehe Vasella von Novartis mit geplanten 78 Mio. CHF).

    Man kann allen Patienten nur empfehlen, bei weniger schlimmen Erkrankungen KEINE Medikamenten zu nehmen. Oder wenn, sich dann über die EMA die Nebenwirkungsmeldungen kommen zu lassen. Denn die Prozentangaben von Nebenwirkungen sind wohl eher Märchenstunden.

    ALLE Trial Resultate müssen darüber hinaus endlich veröffentlicht werden. Damit die Ärzte nicht nur von den Pharmareferenten über Nebenwirkungen informiert werden.
    http://www.alltrials.net verfolgt dieses Ziel.

    Dorothea Koch
    Basel

    Dorothea Koch antworten
  4. 25.02.2013, 21:22 Uhr | Schulte

    Vielen Dank für diese sehr differenziert recherchierte und vorgetragene Reportage.
    Letztendlich stehe ich dann nur vor der Überlegung ” Was ist zu tun ” ?
    Spenden ?
    Medikamente der genannten Firmen meiden ?
    Welchen Rat würden Sie geben.
    Gerne auch per Email.
    Ich glaube nicht, dass die Pharmakonzerne solche Reportagen gerne hören.

    Mit freundlichen Grüßen
    M.Schulte

    Schulte antworten
  5. 25.02.2013, 15:11 Uhr | Dörte Lindner-Schmidt

    Ein sehr guter Bericht. Welche Ignoranz und Ausnutzung hilfsbedürftiger Personen – und das ganz bewusst von Menschen und Institutionen, die zum Wohle der Gesundheit forschen. Da wäre es einem ja fast lieber, die Studien werden direkt gefälscht und ohne Menschenversuche publiziert. Kommt doch eigentlich auf’s gleiche raus? Ist man jetzt mitverantwortlich wenn man Medikamente nimmt?!

    Ausschnitt aus der Medizinethik:
    “Als grundlegende Werte gelten das Wohlergehen des Menschen, das Verbot zu schaden („Primum non nocere“) und das Recht auf Selbstbestimmung der Patienten (Prinzip der Autonomie), allgemeiner das Prinzip der Menschenwürde!”
    Ohne Worte – wirklich jede Aussage nicht erfüllt……

    Dörte Lindner-Schmidt
    Westerland

    Dörte Lindner-Schmidt antworten
  6. 25.02.2013, 14:05 Uhr | Helmut Kopetzky

    Hut ab vor der (leider) glaubhaften und in allen Phasen nachvollziehbaren Recherche. Die Kraft des Radios, den öffentlichen Diskurs über “heiße Themen” anzustoßen, haben Autor und Redaktion eindrucksvoll bewiesen. Neben anderen Stärken bleibt der Hörfunk DAS Medium für vielschichtige Berichte und lebensnahe Auseinandersetzung.

    Helmut Kopetzky, Autor, Fulda

    Helmut Kopetzky antworten
  7. 25.02.2013, 00:56 Uhr | Dr. Paul Schüller

    Ein großes Kompliment für diese Reportage. Herr Dieter Bauer hat uns Ärzten wieder einmal die Augen geöffnet, wie unseriös und menschenverachtend die Praktiken unserer Pharmaindustrie sind. Man kann sich vorstellen, wieviel Motivation und Recherchekunst dem Autor eigen sein muß, um eine solche Reportage zusammenzustellen. Als erfahrener Arzt (37 Jahre im Dienst) bedanke ich mich

    Mit freundlichen GRüßen

    Dr. Paul Schüller DEAA
    D 83362 Surberg

    Dr. Paul Schüller antworten
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