
Nüsse, Milcheiweiß, Gluten – immer mehr Nahrungsmittel stehen unter Verdacht, Allergien und Unverträglichkeiten auszulösen. Doch stimmt das wirklich? Allergologe Prof. Tilo Biedermann sagt: 30 Prozent der Menschen glauben eine Lebensmittelallergie zu haben – aber nur ein bis vier Prozent haben wirklich eine.
Prof. Biedermann, ist es wirklich so, dass Lebensmittelallergien und andere Lebensmittelunverträglichkeiten immer mehr zunehmen?
Tilo Biedermann: Wir wissen von epidemiologischen Studien, dass gerade in den westlichen, industrialisierten Ländern Allergien zunehmen. Das ist nicht nur ein Eindruck, sie nehmen wirklich zu. Für die nicht-allergischen Unverträglichkeiten gibt es hingegen kaum valide Zahlen. Die „gefühlte“ Zunahme hat hier auch mit der Wahrnehmung der Menschen zu tun. Es gibt heute einfach eine hohe Sensibilisierung im Bereich dieses Themas.
Beschwerden wie Bauchschmerzen müssen nicht durch die Nahrung verursacht sein.
Woher kommt das? Was ist heute anders als früher?
Tilo Biedermann: Das Thema „Lebensmittelunverträglichkeiten“ ist sehr präsent. Neben den Allergien, gibt es die so genannten Intoleranzen, wie zum Beispiel die Laktose-Intoleranz. In Supermärkten gibt es vielfach laktosefreie Produkte. Das ist zwar gut für die Betroffenen, allerdings wird dieses Thema erheblich überstrapaziert. Im Internet gibt es etliche Seiten, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen, die Produkte werden stark beworben und es ist eine hohe Sensibilität in der Bevölkerung vorhanden. So kommt es, dass ein allgemeiner Eindruck entsteht, Laktose oder auch Gluten seien gesundheitsgefährdend und „schlecht“. Man hört Sätze wie: „Ich ernähre mich vorsichtshalber laktosefrei“ – was völliger Unsinn ist.
Warum werden wir so schnell misstrauisch gegenüber unserem Essen?
Tilo Biedermann: Es kommt sicher häufig vor, dass Menschen dazu neigen, dem Essen die Schuld zu geben, wenn es ihnen nicht gut geht. Jemand, der Kopfschmerzen hat, hat vorher ja meist auch irgendetwas gegessen. Deshalb muss die Ursache aber nicht in dem Nahrungsmittel liegen. So ist es letztlich bei jedem Symptom. Die Nahrungsmittel sind derzeit „en vogue“, es ist ein Thema, mit dem wir uns lieber beschäftigen, als mit anderen Dingen. Es ist einfacher, es auf ein Nahrungsmittel zu schieben als zum Beispiel auf Eheprobleme. Manchmal können die Symptome schlicht durch eine Infektionskrankheit verursacht sein – werden aber dem Essen zugeschrieben.
Wenn wir das Ganze evolutionär betrachten: Als Jäger und Sammler mussten wir früher sehr gut differenzieren, zwischen dem, was wir essen konnten und was nicht. Deshalb haben wir ein intensives Gedächtnis, was Nahrungsmittel und Geschmäcker angeht. Wenn es uns nicht gut geht, stellen wir uns intuitiv die Frage, ob wir denn „etwas Falsches“ gegessen haben. Das Lebensmittel nehmen wir dann in die Liste der Dinge auf, die wir nicht mehr essen wollen – um uns zu schützen.
Menschen mit Laktoseintoleranz müssen nicht unbedingt auf Käse verzichten.
Ich glaube all diese Mechanismen spielen eine Rolle dabei, dass Lebensmittelintoleranzen und -allergien für viele Menschen so schnell in den Mittelpunkt rücken. Die Zahl der Menschen, die glauben, dass sie an einem dieser Phänomene leiden, ist sehr hoch. Bei Umfragen geben bis zu 30 Prozent an, eine Nahrungsmittelallergie zu haben. Wenn wir dann diese Personen testen, bleiben nur noch ein bis vier Prozent übrig, die wirklich eine solche Erkrankung haben.
Spielt auch das Internet bei dieser Entwicklung eine Rolle?
Tilo Biedermann: Der Unterschied heute, im Vergleich zu vor 20 Jahren ist, dass fast jeder googeln kann. Der Patient, der Beschwerden hat, sucht nach einer Antwort. Aber im Internet kann ich als Laie nicht differenzieren, was wahr und was unwahr ist. Beispielsweise gibt es bei dem Begriff Histamin-Intoleranz am Tag hunderttausende Klicks. Das Ganze geht aber letztlich zurück auf einen einzigen Autor, der dieses Krankheitsbild beschrieben und definiert hat. Es kommen ganz viele Patienten zu uns und sagen: „Ich habe eine Histamin-Intoleranz“. Bei unseren Provokationstests bestätigt sich das aber in sehr vielen Fällen nicht. Und das betrifft nicht nur dieses Krankheitsbild. Aber die Histamin-Intoleranz ist sicher ein sehr gutes Beispiel einer „Interneterkrankung“.
Sind Nahrungsmittelallergien und die Tests darauf heute nicht auch ein gutes Geschäft?
Tilo Biedermann: In der Tat, wenn man sieht, wie viele Ernährungsberatungspraxen und -Institute aus dem Boden schießen. Von diesen Einrichtungen sind jedoch nicht alle seriös. Es gibt Heilpraktiker bei denen keiner aus der Tür geht, ohne eine Nahrungsmittelallergie diagnostiziert zu bekommen. Es gibt Laboratorien, die völlig unsinnige und teure IgG- oder IgG4-Bestimmungen gegenüber Nahrungsmitteln durchführen. Nicht wenige Patienten, die zu uns kommen, haben einen ganzen Ordner mit Testergebnissen dabei. Da können mehrere tausend Euro zusammenkommen, die die Patienten in der Regel selbst bezahlt haben.
Was sollte ich tun, wenn ich trotz allem glaube, an einer Nahrungsmittelallergie zu leiden?
Tilo Biedermann: Man sollte die Symptome sammeln, am besten in einer Art Tagebuch aufschreiben und damit dann zum Spezialisten, am besten einem Allergologen gehen – aber nicht seine eigenen Schlüsse ziehen oder aus Verdacht auf bestimmte Nahrungsmittel verzichten.
Ein Beitrag von Sandra Schick, SR
41 Meinungen zu diesem Thema … Meinungen schließenMeinungen öffnen
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Rose24 09.11.2010 | 21:21 Uhr
Ich war der festen Überzeugung, dass ich an Problemen mit der Bauchspeicheldrüse leide. Monatelang hatte ich kolik-artige Schmerzen nach dem Essen. Da es nicht auf eine bestimmte Nahrungsmittelgruppe festzulegen war (Milch (...) oder so), wurde ich auch auf die Bauchspeicheldrüse und Galle untersucht. Die Schmerzen waren über Monate teilweise unerträglich. Als die Diagnose HIT kam, hatte ich von sowas nicht einmal gehört. Und gedacht, man würde scherzen! Soviel zum Thema Modeerscheinung ...Mehr zeigenweniger zeigen
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Dona 29.10.2010 | 00:45 Uhr
Ich befürworte der Verzicht auf industriell hergestellte Nahrung, nur wenn ich einen handschriftlichen Vermerk im Allergieausweis >> gegen alles Saure<< kommt mir der Verdacht, dass Menschen nicht wirklich (...) wissen, was sie tun.Mehr zeigenweniger zeigen
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Petra Puchner 28.10.2010 | 18:28 Uhr
Ja auch ich wurde jahrelang von den Schulmedizinern nur belächelt!!!! Doch die Medizin ist nicht stehen geblieben und es gibt eine tolle Klinik ( Psorisol Klinik), wer hier war erfährt endlich die Wahrheit über seine (...) Nahrungsmittelallergien. Die nehmen einen sehr ernst. Nahrungsmittelallergien sind keine Einbildung. Nahrungsmittelallergien sind meist Kreuzallergien. Die Nahrungsmittelindustrie muss sich sehr dringend umstellen!!!!! Kopfhoch an alle Mitleidenden, gemeinsam sind wir stark.Mehr zeigenweniger zeigen
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kognito 28.10.2010 | 03:53 Uhr
All die unnötigen Zusatzstoffe machen krank. Ich hab z.B. Hashimoto, eine Autoimmunerkrankung der Schilddruse, bekommen. Die Krankheit trat früher in Deutschland nicht auf. Vermehrt tritt die Krankheit in Gebieten mit (...) einer Jodüberversorgung auf. In Deutschland kann der Verbraucher nicht nachvollziehen, wie viel künstliches Jod er zu sich nimmt! Die Wenigsten wissen, dass nicht nur Salz in Deutschland jodiert wird, sonder auch das Tierfutter und somit gelangt das Jod in Fleisch, Milch, Ei, FischMehr zeigenweniger zeigen
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Melli 26.10.2010 | 23:30 Uhr
Bei mir wurde vor vier Jahren eine Histaminintoleranz entdeckt - nach sieben Jahren mit ständigen Bauch- und kopfschmerzen, Hautausschlag, geschwollenen Gliedmaßen und allgemeinem Unwohlsein. Seit ich mich diätisch (...) ernähre geht es mir viel besser. ...ist wohl alles nur eine Modeerscheinung... Leider kennen sich viel zu wenig Ärzte mit diesem Thema aus.Mehr zeigenweniger zeigen
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Marianne Wolf 26.10.2010 | 13:49 Uhr
Es ist doch tatsächlich so, das Ärzte jahrzehntelang (eigene Erfahrungen!) "herumdoktern" und eine Glutenunverträglichkeit nicht erkennen! Herr Professor Biedermann, Sie sollten die Folgen mal jahrelang zu spüren (...) bekommen, dann würden Sie wissen, wovon die Zöliakie/Sprue-Patienten reden!Mehr zeigenweniger zeigen
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Thomas 26.10.2010 | 08:08 Uhr
Nicht das Angebot ist für meinen Körper verantwortlich, sondern das eigene Verhalten. Ich wünschte mir, gutgläubig und gedankenlos alles zu nutzen, was sich bietet, um meine Energie in die Menschen zu investieren, die in (...) Not sind. Doch offensichtlich muss ich Eigenverantwortung entwickeln, um mein Selbst zu schützen. Das wiederum ist eine Erkenntnis, die mir die Schule nicht geboten hat. Vielleicht, weil die Lehrer selbst zu gutgläubig sind.Mehr zeigenweniger zeigen
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Mona Jung 25.10.2010 | 23:44 Uhr
Was die Schulmedizin nicht wirklich diagnostizieren und therapieren kann, wird als Mode, Internetkrankheit oder Einbildung abgetan. Ich wünsche dem Herr Proffesor mal eine Glutenunvertraglichkeit und ihre Folgen.
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wmül 25.10.2010 | 14:32 Uhr
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Ausgaben sinken und meine Zeit steigt, indem ich mich immer stärker dem Ursprünglichen nähere und das nutze, was die Erde und die Sonne in meiner Region bietet. Desweiteren (...) erhöht sich die Möglichkeit überhaupt über das Gespräch mit dem Anbieter etwas zu erreichen.Mehr zeigenweniger zeigen
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M.H. 25.10.2010 | 14:00 Uhr
Ich selbst bin Allergikerin, und habe deutliche Symptome wenn ich z.B. Nüsse, Äpfel, uws esse.
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Dr.Food 25.10.2010 | 12:34 Uhr
Lebensmittelallergien entstehen mitnichten durch Lebensmittel. "Neuere" Auslöser für ein gestörtes Immunsystem könnten sein: Dieselruß, Chemikalien aus Farben, Textilien, Baustoffen, Kunststoffen...eben alles, was (...) unsere Gesellschaft in den letzten 50 Jahren entwickelt hat (mein neues Auto "riecht"). Die Folge ist z.B.eine Birkenpollenallergie, obwohl "die Birke" dort schon seit 100 Jahren steht. Ganzheitliches Denken ist also gefragt und nicht kurzer Rückschluss von "Wirkung auf Ursache"Mehr zeigenweniger zeigen
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Katrin 25.10.2010 | 10:45 Uhr
Allergien entstehen, wenn die Darmflora durch Medikamente wie Antibiotika, Konsum von raffiniertem Zucker und Zusatzstoffe wie Konservierungsstoffe so geschädigt wird, das die Darmschleimhaut durchlässig wird. So gelangen (...) Nahrungseiweiße ins Blut – auf die der Körper dann allergisch reagiert. Ein hoher Anteil der Allergiker reagiert auf Milch und Weizen, da das nun einmal die Lebensmittel sind, die wir am häufigsten essen.Mehr zeigenweniger zeigen
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Inge Walter 23.10.2010 | 18:31 Uhr
Allergien sind in unserer Zivilisation im Steigen begriffen.Man sollte sie nicht bagatellisieren.Vermutlich ist unser Köper immer weniger resistent gegen eigentlich natürliche Stoffe.Wer ständig in einer cleenen (...) Atmosphäre lebt, bildet keine natürliche körperliche Abwehr.Mehr zeigenweniger zeigen
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Gerhard Ebermann 23.10.2010 | 13:38 Uhr
Lebensmittelalergie ist existent,Beispiel:habe selbst seit langen Jahren Alergieasthma auf Getreidepollen,jedesmal wenn ich ein Getränk mit Holundersaft oder mit Honig zu mir nehme,bekomme ich auch auf diesem Wege (...) Atemprobleme und Bronchienreaktionen entzündlicher Art.Eine weitere Lebensmittelalergie löst eindeutig Tofu,Soja-Produkt,aus;hier amwortet der Darm mit Durchfall.Mehr zeigenweniger zeigen
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Melanie 23.10.2010 | 11:52 Uhr
Die Lebensmittel ohne diese Zusatzstoffe, auch mein Brot sind sehr teuer, zur straffe für eine erheblich überstrapazierte Interneterkrankung macht man sich noch selber arm im Geldbeutel. Also sind wir einfach nur verrückt (...) und sollten mal unsere Eheprobleme angehen, so einfach ist das. Na dann, Guten Appetit.Mehr zeigenweniger zeigen
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Melanie 23.10.2010 | 11:50 Uhr
Teil VI Die meisten Menschen wissen doch gar nicht was Histamin ist, bei vielen Ärzten sieht man auch das Fragezeichen im Gesicht. Wir gerne wäre ich endlich mal meinen Hautausschlag los und würde gerne mal einen Saft (...) trinken ohne das es mir den Magen zerreist, wie gerne würde ich ein paar Kilo zu nehmen. Es gibt auch kein wirklich hilfreiches Präparat um Histamin besser abbauen zu können, sie werden auch nicht von der Krankenkasse bezahlt.Mehr zeigenweniger zeigen
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Melanie 23.10.2010 | 11:50 Uhr
Teil V Sie haben keinen Spaß wegzugehen, Weihnachtsmärkte, Stadtfeste, Geburtstage überall haben sie das Problem nichts essen zu können, sie würden gerne, nur darf man sich recht schnell von seinen Freunden (...) verabschieden, da die Toilette ruft. In meinem Fall ist es echt schwierig. Es ist sehr schwierig einkaufen zu gehen, ich muss den Inhalt auf der Verpackung lesen, vieles was ich gerne Essen würde, lege ich wieder ins Regal.Mehr zeigenweniger zeigen
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Melanie 23.10.2010 | 11:49 Uhr
Teil IV Ich habe mir diese Unverträglichkeiten nicht ausgesucht, ich esse sehr gerne, aber auf einmal war es so. Und sie wissen nicht wie es ist, wenn sie essen gehen und sie werden blöd angesehen, wenn sie fragen, aus (...) welchen Zutaten die Soße zubereitet wird. Die meisten wissen nicht welche Produkte bzw. Inhaltsstoffe sie in der Küche verwenden. Gehen sie essen und sie bekommen dann Durchfall, Hautausschlag und fühlen sich als rollt eine Megagrippe an, dann ist es wirklich frustrierend.Mehr zeigenweniger zeigen
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Melanie 23.10.2010 | 11:48 Uhr
Teil III Nur so kann die Nahrungsmittelindustrie günstig in großen Mengen produzieren und es wird mit Geschmacksverstärkern gelockt, die folge ist, man kauft den ganzen Mist, weil es so lecker ist. Das ganze Jahr erhält (...) man jegliche Sorte an Obst und Gemüse, es sieht aus wie gemalt, die Chemie, die in diesen Produkten steckt ist alles andere als gesund und von der Natur nicht vorgesehen, so manch ein Organismus kann damit nicht umgehen, denn zu Jäger und Sammlerzeiten gab es so etwas nicht.Mehr zeigenweniger zeigen
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Melanie 23.10.2010 | 11:47 Uhr
Teil II Ich bin nachweislich gegen Milch allergisch und habe eine Fructose und Histaminintoleranz, quasi der Supergau. Diese Einstellung des Herrn Biedermann führt auch dazu, das man mit Beschwerden von Arzt zu Arzt rennt, (...) sich keiner Auskennt, keiner helfen kann und man letzten Endes auf sich allein gestellt ist. Wer braucht in den Lebensmitteln Zuckeraustauschstoffe, Hefeextrakt und Geschmacksverstärker.Mehr zeigenweniger zeigen
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Melanie 23.10.2010 | 11:46 Uhr
Teil I Herr Prof. Dr. med. Biedermann muss ein sehr gesunder glücklicher Mensch sein, wie schön dass er nicht an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit leidet und scheinbar auch niemanden damit kennt. Zu sagen, dem Essen (...) die Schuld an Kopfschmerzen zu geben, anstatt die Eheprobleme dafür verantwortlich zu machen finde ich sehr leichtfertig. Die Histaminunverträglichkeit eine Interneterkrankung zu nennen, eine Frechheit. Dann bin ich wohl verrückt und muss in eine geschlossene Anstalt.Mehr zeigenweniger zeigen
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Jochen Keller 22.10.2010 | 12:05 Uhr
Prof. Biedermann hat alles gesagt, was für uns wichtig ist! Aber das will so mancher partout nicht wissen! Lieber glauben wir, daß unsere böse Umwelt an unserem Unwohlsein schuld ist! Statt des gewohnten Apfels muß es (...) eine exotische Kiwi, statt des gewohnten Getreides muß es hochallergisches Soja aus der Bio-Ecke sein. Wir stecken erst einmal alles was en vogue ist in den Mund, statt erst mal dran zu schnuppern! Für die, die wissen wollen gibt`s den Allergologen, für die anderen den Psychiater!Mehr zeigenweniger zeigen
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Jochen Keller 22.10.2010 | 00:25 Uhr
Die Umwelt ist schuld! Aber so einfach ist es nicht! Ein Südländer oder Asiate, der keine Laktose verträgt, versteht sich nicht automatisch als Allergiker. Denn er läßt Milch und Butter einfach weg. Lebt er in (...) Nordeuropa, wird er um eine Laktoseallergie nur schwer herum kommen. Ich selbst vertrage z.B. keine Fliegenpilze, habe ich deswegen eine Fliegenpilzallergie? Mit nichten, weil ich sie nicht esse! Das wenigste auf unserem Globus ist uns genießbar, folglich lassen wir das meiste einfach weg!Mehr zeigenweniger zeigen
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oldiebutgoldie 21.10.2010 | 19:33 Uhr
Natürlich gibt es leider immer mehr Menschen, die Allergiker sind von Geburt an. Schade und traurig, aber die Umwelt ist einfach verseucht.
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Jochen Keller 21.10.2010 | 02:04 Uhr
"Nahrungsmittel sind derzeit en vogue", Chemie, Antibiotika und Impfungen sind es auch, weil man von alledem Allergien bekommt und krank wird. Über was soll man denn jammern, wenn man schon sonst nichts weiß und sich von (...) allen Geistern verlassen fühlt und sich langweilt? Man nennt es auch "Stellvertreter-Krankheits-Syndrom". Moliére läßt grüßen! Mir tun allerdings die wenigen leid, welche nicht an einer eingebildeten Allergie leiden, sondern wirklich an einer Allergie leiden.Mehr zeigenweniger zeigen
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Marc Teck 20.10.2010 | 20:32 Uhr
Wenn der Verdacht auf eine Allergie vorliegt, sollte man definitiv schnell zum Arzt gehn und zwar nicht zu irgendeinem Arzt sondern zu einem Allergologen, denn eine unbehandelte Allergie kann schwere Folgen haben. Nicht (...) alles was als Allergie bezeichnet wird oder vermeindlich getestet wird ist auch eine solche (Bsp. IgG-Test). Grundsätzlich muss man zwischen Allergien und Intoleranzen unterscheiden. In der Laien-Presse wird das gerne mal durcheinandergeschmissen.Mehr zeigenweniger zeigen
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Max 20.10.2010 | 15:29 Uhr
Wie lange wollen wir uns noch, von der Industrie, an der Nase herumführen lassen? 20.000.000 Allergiker und es werden immer mehr! Die Industrie vergiftet uns langsam aber sicher! Wir haben uns Gedanken gemacht, wäre es (...) nicht toll Sie könnten sich Ihren eigenen Aufschnitt selbst und ohne Zusätze, wie Glutamate,u.s.w.herstellen? Es gibt ein neues Produkt auf dem Markt,die Schinkenfee,damit geht es. Alle reden nur immer über Gammelfleisch,keiner redet mit den Leuten die etwas dagegen erfinden.Mehr zeigenweniger zeigen
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Student 18.10.2010 | 16:34 Uhr
Mich beschleicht das Gefühl, dass Allergien zur wahren Modeerscheinung mutiert sind. Wer keine Allergie vorweisen kann, nicht schon einmal beim Heilpraktiker war oder im Falle plötzlichen Unwohlseins die Bachblüten parat (...) hat, ist heutzutage schon von gestern. Hinzu kommen all die Wikipedia-Mediziner, die sich bevorzugt selbst behandeln ihren Hausarzt nur noch zum Ausstellen des Rezepts benötigen. Die Allergie, die derzeit am meisten grassiert, scheint die Vernunft-Allergie zu sein.Mehr zeigenweniger zeigen
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Maya 18.10.2010 | 14:46 Uhr
Das Internet ist nicht automatisch eine schlechte Informationsquelle! Ich glaube, es stinkt nur den meisten Ärzten einfach, dass sie den Patienten heute nicht mehr alles erzählen können: Die Patienten sind heute einfach (...) besser informiert als früher, DANK Internet! Und: nicht jeder Arzt hat automatisch die Weisheit gepachtet. Sie irren sich auch oft genug!Mehr zeigenweniger zeigen
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Honigbeisser 14.10.2010 | 13:18 Uhr
Wer als Kind ordentlich im Dreck gespielt hat, der hat auch im Alltag keine Probleme mit Allergien! Im Enst: Denke, dass Allergien nicht immer Einbildung sind, aber wenn man als Medizin-Laie das Internet als (...) Informationsquelle zum Zwecke der Selbstdiagnose heranzieht, dann liegt man eben of falsch. Deshalb: Nicht googlen, sondern einfach zum netten Arzt nebenan gehen!Mehr zeigenweniger zeigen
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Nicole 14.10.2010 | 13:13 Uhr
Ich finde der Herr Prof. stellt das hier etwas zu einseitig dar... In unserem Essen sind doch heutzutage so viele Geschmacksverstärker und Zeugs drin - darauf reagieren viele Leute. Vielleicht ist das dann nicht gleich ne (...) Allergie per Definition - aber die Leute haben trotzdem Beschwerden und leiden darunter!Mehr zeigenweniger zeigen
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Ulrike Wiedemann 13.10.2010 | 11:36 Uhr
Es gibt infast jedem Lebensmittel Zusätze, die irgendwie in unserem Körper Reaktionen hervor rufen können. Möchte man sich gesund ernähren, ist es am Besten, möglichst immer frisch zu kochen. Ist man aber auf (...) Fertigprodukte wie Soßen angewiesen, wird es schwierig. Deshalb wäre es am Besten, müssten Firmen ihre Zusätze klarer deklarieren.Mehr zeigenweniger zeigen
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schnurai08 13.10.2010 | 11:24 Uhr
Ich habe seit Jahren Lactose und Glutenintoleranz und bin nie positiv getestet worden, lebe aber schmerzfrei, wenn ich beides weglasse. Durch beide Intoleranzen besteht eine erheblich eingeschränkte Lebensqualität. (...) Versteckte Bindemittel u. z.B. Laktose als Träger für irgendwelche Stoffe erschweren Einkauf u.Konsum. "Essen genießen" allein verhindert die Beschwerden nicht. Können Sie mir einen seriösen Lebensmittelberater nennen?Mehr zeigenweniger zeigen
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Hans 13.10.2010 | 09:19 Uhr
Foodwatch, Greenpeace und wie sie alle heißen, leben doch davon den Menschen Angst zu machen. Deshalb laufen die Leute bei jedem Furz, der quer steckt, zum Arzt.
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Moni 12.10.2010 | 18:45 Uhr
1. oft sind es die Ärzte oder die Gesundheitsindustrie selbst, die die Leute verrückt machen mit unendlichen Ratgeberbüchern und -sendungen darüber, was man alles haben kann und was alles gefährlich ist. 2. Was taugen (...) denn die Tests wirklich? Die übliche medizinische Logik ist doch, was der Test nicht bestätigt, existiert auch nicht. Dann wird man schnell als Simulant abgetan. 3. Dass Ärzte pauschal die Heilpraktiker verdächtigen, kennt man schon, es ist trotzdem eine Unsitte.Mehr zeigenweniger zeigen
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Dieter 12.10.2010 | 16:07 Uhr
Pisa, Sie Nase:Der Titel ist eine Anspielung auf ein Stück von Molière.Ich grüße Pisa zurück !
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molli 12.10.2010 | 15:58 Uhr
Liebe Pisa, da Sie schon die Studie erwähnen, sollten Sie tatsächlich nicht Molières Klassiker "Der eingebildete Kranke" kennen, auf den sich wohl die Überschrift hier bezieht?
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Gabriele 12.10.2010 | 15:57 Uhr
Es geht hier doch nicht um Schulmedizin vs Naturmedizin sondern darum, dass man sich besser überzeugen sollte, ob eine echte Intoleranz mit allergischen Anfällen vorhanden ist. Wer Milch nicht verträgt - so wie ich seit (...) einigen Jahren- muss deshald noch lange nicht auf Käse, Jogurt etc... verzichten. Das vereinfacht auch das tägliche Leben. Eine echte Allergie kann einem das Leben ganz schön schwer machen. Deshalb besser mal checken!Mehr zeigenweniger zeigen
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Thomas 12.10.2010 | 12:21 Uhr
Das Interview erweckt für mich eher den Anschein, als sollte hier die Schulmedizin gepusht werden.Wenn dein Hausarzt sagt, du hast keine Unverträglichkeit, dann hat er Recht. Und wenn dein Heilpraktiker sagt, du hast (...) doch eine, dann ist der ein Quacksalber.Schlichte Weltbilder - nie waren sie so wertvoll wie heute.Mehr zeigenweniger zeigen
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Uwe 12.10.2010 | 11:25 Uhr
Ich komme hier zu dem Schluß, dass ein Patient, der zum Arzt geht mit der falschen Eigendiagnose "Ich habe eine Histamin-Intoleranz" ein eingebildeter Kranker ist!! Er wird doch Beschwerden haben! Nur der Grund ist ein (...) anderer! Der Titel "viele eingebildete Kranke" wird dem Artikel in keiner Weise gerecht und erinnert mich an die Bildzeitung.Mehr zeigenweniger zeigen
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Pisa 12.10.2010 | 10:43 Uhr
Also wenn, dann ist der Junge eingebildet krank und kein eingebildeter Kranker . Pisa läßt grüßen.
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