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Der mobile Mensch. ARD-Themenwoche 2011 vom 22. bis 27. Mai

ARD-Themenwoche 2011 - 22. bis 27. Mai

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Passive Mobilität

Die passive Mobilität bezieht sich auf die Fortbewegung durch Fremdenergie. Hauptsächlich geht es dabei um die motorisierte Mobilität per Auto, Bus und Bahn, Mofa, Motorrad oder mit dem Flugzeug.

1. Stock: Die Mobilität im Nahbereich (bis ca. 5 km) sollte einen Zeitanteil von ca. 11 Prozent pro Tag einnehmen.

2. Stock: Die Mobilität in der Region (ca. 5 bis 30/50 km) sollte einen Zeitanteil von ca. 16 Prozent pro Tag einnehmen.

3. Stock: Die Mobilität in der erweiterten Region (30/50 bis 100/150 km) sollte einen Zeitanteil von ca. 8 Prozent pro Tag einnehmen.

4. Stock: Die Fernreisen (100/150 bis 600/800 km) sollten einen Zeitanteil von ca. 6 Prozent pro Tag einnehmen.

5. Stock: Weite Fernreisen (weiter als 600/800 km) sollten einen Zeitanteil von ca. 4 Prozent pro Tag einnehmen.

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Active Mobilität

Sie bezieht sich auf die (Fort-)Bewegung durch die eigene Körperkraft. Der Fokus liegt auf der Alltagsmobilität und nicht auf der rein sportlichen Bewegung.

Die Wege zu Fuß oder per Fahrrad sollten einem täglichen Zeitanteil von ca. 55 Prozent entsprechen bzw. mindestens eine Stunde pro Tag ausmachen. Wichtig ist, die aktive Mobilität regelmäßig in den Alltag zu integrieren. Wege mit Gepäck oder Einkäufen können – statt mit dem Auto - auch zu Fuß, mit Hilfe eines Trolleys oder mit dem Fahrrad samt Anhänger transportiert werden.

Zur aktiven Mobilität gehört auch die Fortbewegung mit Kickboards, Inline Skates, Rolling Shoes oder Rollatoren. Das Pedelec wird zur einen Hälfte der aktiven, zur anderen der passiven Mobilität zugeordnet.

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Über das Projekt:

Mobilität genießen – menschenfreundlich, postfossil und klimaverträglich. Das ist die Empfehlung des Netzwerks Slowmotion, das die Mobilitätspyramide 2010 entwickelt hat. Sie ist in Art der Darstellung an die bekannte Ernährungspyramide der Deutschen Gesellschaft für Ernährung angelehnt und der erste wissenschaftliche Vorschlag für eine anzustrebende Verteilung der verschiedenen Mobilitätsformen im Alltag. Dabei wird von der heute in Deutschland vorherrschenden Art der Mobilität ausgegangen.


Ziele:

Im Mittelpunkt der Mobilitätspyramide stehen der Mensch und seine Gesundheit bzw. sein Wohlbefinden. Es geht darum, beides durch eine gesundheits- und klimaverträgliche Mobilität zu verbessern und sich mindestens eine Stunde am Tag aktiv aus eigener Körperkraft zu bewegen. Eine energieeffiziente Mobilität kommt mit weniger Öl aus und und minimiert den weltweiten CO2-Ausstoß. Ein ideales Bewegungsverhalten verbessert die Attraktivität des öffentlichen Raumes, denn Verkehrsmittel dominieren das Straßenbild. Weniger Autos bedeuten weniger Abgase und Lärm. Die Straße wird zum Ort, an dem man sich gerne trifft und nicht nur aneinander vorbeirast. Dazu passt auch ein neuer Umgang mit Geschwindigkeit und Zeit: Distanzen jeglicher Art sollten entspannter zurückgelegt werden.

So erstellen Sie Ihre persönliche Mobilitätspyramide:

Machen Sie sich Ihr Mobilitätsverhalten bewusst und erstellen Sie Ihre persönliche Bewegungsübersicht. Vergleichen Sie diese mit der Mobilitätspyramide 2010 (siehe Grafik) und überlegen Sie, wo Sie gegebenenfalls Änderungen vornehmen sollten.


Die Hauptunterscheidung ist die aktive gegenüber der passiven Mobilität.

1.  Betätigen Sie die Regler am unteren Rand der Pyramide.
2. Auf jeder Ebene sollte eine Einstellung vorgenommen werden, je nachdem wie Ihr täglicher, wöchentlicher,
monatlicher oder jährlicher Zeitanteil in diesem Bereich ausfällt.

Schätzen Sie realistisch: Wie viel Zeit nehmen tägliche Autofahrten zur Arbeit, zum Einkaufen oder in der Freizeit ein? Bei wie vielen Wegen nutzen Sie tatsächlich das Fahrrad, den Bus oder die Bahn? Kombinieren Sie Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln überwiegend mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß? Falls Sie ein Pedelec (Fahrrad mit elektrischer Unterstützung) nutzen, ordnen Sie dieses zur Hälfte der aktiven Mobilität und zur anderen Hälfte der 1. bzw. 2. Ebene der passiven Mobilität zu. Die Mobilitätsempfehlungen gelten für gesunde Personen in Deutschland, die selbständig unterwegs sein können. Sie zielen hauptsächlich auf den persönlich, privat beeinflussbaren Lebensstil ab.