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	<title>Der Online-Blog zur ARD-Themenwoche</title>
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	<description>Der Blog zur ARD-Themenwoche</description>
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		<title>Von Vereinfachungen und einem Slogan</title>
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		<pubDate>Sun, 17 May 2009 20:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Kups</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball-Fans gegen Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Fans]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Sind Rassismus und Diskriminierung im Fußball etwas ganz Normales? Sieht man sich im Internet um, liegt ein Ja gar nicht mal weit weg. Selbst einige Kommentare hier im Themenwochen-Blog lassen unangenehme Schlüsse zu …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-5791" src="http://web.ard.de/themenwochenblog/wp-content/uploads/2009/05/slogan_512.jpg" alt="&quot;Love Football - Hate Racism&quot; auf Luftballons der &quot;Bunten Kurve&quot;" width="512" height="200" />Sind Rassismus und Diskriminierung im Fußball etwas ganz Normales? Sieht man sich in diversen Internetforen um, ist man geneigt, wenigstens das Wort „Wahrscheinlich“ zu benutzen. Selbst einige Kommentare hier im Themenwochen-Blog lassen unangenehme Schlüsse zu …<span id="more-5789"></span></p>
<p>Zum Glück lassen sich nicht alle Fußballfans auf diese Sichtweise ein. Die Leute der Leipziger Fan-Initiative „Bunten Kurve“ wollen sich nicht mit rassistischen Beleidigungen und anderen Bösartigkeiten auf den Rängen und Plätzen abfinden. Ihr Verständnis von gutem Fußball geht weit über schönes Flankenspiel, Fangesänge und ein paar bunte Ultra-Fahnen hinaus. Dafür nehmen sie einen großen Zeitaufwand, vereinzelt auch Bedrohungen und Beleidigungen in Kauf.</p>
<p><strong><img class="size-full wp-image-5793 alignright" style="border: white 5px solid;" src="http://web.ard.de/themenwochenblog/wp-content/uploads/2009/05/aermel.jpg" alt="Der Slogan der &quot;Bunten Kurve&quot; steht auf den Spielertrikots von Chemie Leipzig" width="150" height="200" />Alles etwas einfach</strong><br />
Nicht selten werden sie als Linksradikale bezeichnet. Bastian Pauly geht inzwischen gelassen damit um: „Die Leute können mich ruhig als Kommunisten bezeichnen. Das heißt ja nicht, dass ich einer bin, sondern dass sie keine Ahnung bzw. ein völlig verschrobenes Begriffsverständnis haben.“ Dennoch ist es erstaunlich, wie schnell man in die linke Ecke gestellt wird, wenn man sich gegen Rassismus auflehnt.</p>
<p>Ein ähnliches Problem hat der Fanklub „Diablos“. Seine Mitglieder werden dem linksautonomen Spektrum zugeordnet, was „Kurven“-Mitglied Christopher Zenker für fragwürdig hält. „Natürlich gibt es da Überschneidungen, ein Großteil will aber nur Spaß beim Fußball haben“, ist er sich sicher. Verallgemeinerungen und Vereinfachungen seien nichts Ungewöhnliches, meint er und liegt damit sicherlich richtig.</p>
<p>Bei Botschaften haben Vereinfachungen allerdings einen Vorteil: Sie sind schnell zu erfassen. Ein gutes Beispiel ist der hier im Blog des öfteren erwähnte Slogan der „Bunten Kurve“, mit dem erstaunlich klar rüberkommt,  wofür sich deren Mitglieder aus einem ehrlichen inneren Antrieb heraus und natürlich ehrenamtlich einsetzen: „Love Football – Hate Racism“.</p>
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		<title>&#8220;Das Gewissen soll entscheiden &#8211; nicht die Partei&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 17 May 2009 16:37:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schulze</dc:creator>
				<category><![CDATA["Mehr Demokratie" in Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Brand]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerbegehren]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunen]]></category>
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		<category><![CDATA[Volksbegehren]]></category>

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		<description><![CDATA[Eva-Maria Brand aus Eisenach: Die über 70-jährige Rentnerin sammelte mehr als 1.200 Unterschriften für ein Volksbegehren in Thüringen. Wir haben festgestellt: Ihr Engagement für direkte Demokratie hat Wurzeln.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5864" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><img class="size-full wp-image-5864" src="http://web.ard.de/themenwochenblog/wp-content/uploads/2009/05/brand-b.jpg" alt="Eva-Maria Brand (MDR/K.Schulze)" width="512" height="199" /><p class="wp-caption-text">  Eva-Maria Brand (MDR/K.Schulze)</p></div>
<p>Dr. med. Eva-Maria Brand aus Eisenach: Die über 70-jährige Rentnerin sammelte auf eigene Faust mehr 1.200 Unterschriften für das Volksbegehren &#8211; viel mehr als andere. Auch darum hatte uns der Sprecher des Bündnisses für &#8220;Mehr Demokratie in Thüringer Kommunen&#8221; einen Besuch empfohlen. Dabei haben wir festgestellt: Ihr Einsatz für direkte Demokratie hat Wurzeln.</p>
<p><span id="more-5860"></span>In ihrer Wohnung in Eisenach erzählt Eva-Maria Brand (77), wie und warum sie so viele Unterschriften gesammelt hat. Dabei ist auch ihr Mann, Hans-Ulrich Brand (74). Beide sind promovierte Mediziner, sie war als Fachärztin für Allgemeinmedizin spezialisiert auf Jugendheilkunde und vor der Wende die Kreis-Jugendärztin, danach unter anderem Stadträtin in Eisenach.</p>
<p>Dass sie für mehr Mitbestimmung der Bürger sammeln gehen wird, war für Eva-Maria Brand klar. Den Sprecher des Bündnisses, Ralf-Uwe Beck, kannte sie aus Eisenach &#8211; von Vorträgen und durch seine Mutter. Und was sie über das Anliegen erfuhr, leuchtete ihr sofort ein: &#8220;Thüringen war Schlusslicht in Sachen Bürgerbeteiligung, das konnte nicht sein.&#8221; Also zog sie in der näheren und ferneren Nachbarschaft herum &#8211; &#8220;systematisch&#8221;, wie sie sagt -, sprach die Leute an und bekam mehr als 1.200 Unterschriften zusammen.</p>
<p>Gründe für dieses Engagement finden sich in ihrem Lebenslauf und Werdgang nach der Wende. &#8220;Ich wollte mich politisch engagieren, aber ich wollte in keine Partei.&#8221; So war sie erst im Demokratischen Aufbruch, der in der CDU aufging, dann bei den Bürgern für Eisenach &#8211; eine unabhängige Wählergemeinschaft &#8211; und Stadträtin seit 1990. Doch einige Jahre später trat sie nicht wieder an.</p>
<p><strong>Warum?</strong></p>
<p>Ihr Mann sagt: &#8220;Sie wollte ihre Meinung vertreten&#8221;, ohne Parteilinie und Fraktionszwang. Hans-Ulrich Brand ist übrigens etwas anderer Meinung als seine Frau: Er sagt, man solle in die Parteien gehen und dort etwas ändern, nicht über Parteien schimpfen und versuchen, sie zu ignorieren.</p>
<p>Sie sagt: &#8220;Ja, ich habe mich viel gestritten, gerade mit CDU-Stadträten, mit denen ihre Fraktion damals kooperierte &#8211; vor allem, wenn sie mal wieder nicht so gestimmt habe, wie die anderen es wollten. Doch &#8220;ich bin freier Bürger und finde, das Gewissen sollte entscheiden, nicht die Partei&#8221;.</p>
<p>Bei der Sammlung habe sie viele Vorurteile gegen Parteien und die Politik wieder gehört: &#8220;Wir können sowieso nichts ändern.&#8221; Dagegen habe sie vor allem gesagt: &#8220;Euch gefällt doch nicht alles, was die machen. Und da müssen die Bürger sich einmischen&#8221; und es auch dürfen. Sie habe ankämpfen wollen gegen das Gefühl der Machtlosigkeit &#8211; ein Gefühl, das sie auch anderswo erlebt: Nach wie vor leitet sie &#8211; selbstredend ehrenamtlich &#8211; eine Selbsthilfe- und Beratungsgruppe für pflegende Angehörige von Demenzkranken.</p>
<p>Warum sie das tut? Sie sei &#8220;sehr sozial erzogen&#8221;, ist die Antwort. Das Eintreten für andere, Hilfbereitschaft habe sie von den Eltern mitbekommen, und sie ist sicher, auch ihren drei Kinder etwas davon mitgegeben zu haben. Das Beispiel zählt: &#8220;Auch als die Eisenacher Tafel gegründet wurde, bin ich in die Läden gegangen und in Restaurants&#8221;, sie hat Klinken geputzt &#8220;und sich beschimpfen lassen&#8221;, wie ihr Mann sich erinnert. Doch sie sagt dazu: &#8220;Der bequemste Weg ist nicht meine Masche.&#8221;</p>
<p>Ein Zufall: <em>Die Brands leben in der Elsa-Brandström-Allee, benannt nach der schwedischen Krankenschwester Elsa Brandström (1888-1948), die durch ihren Einsatz für Opfer des I. Weltkriegs bekannt wurde.</em></p>
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		<title>Leute von einem anderen Schlag</title>
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		<pubDate>Sun, 17 May 2009 08:19:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mueller</dc:creator>
				<category><![CDATA[In Aktion für Turn- und Sportverein]]></category>
		<category><![CDATA[Initiativen]]></category>
		<category><![CDATA[Abteilungsleiter]]></category>
		<category><![CDATA[Anspruchshaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit opfern]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Woche Beschäftigung mit dem Thema Ehrenamt im Verein hat auch den Blick von Alexandra Müller auf "ihren" Sportverein verändert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5846" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><img class="size-full wp-image-5846" title="Ehrenamtliche des TUS Griesheim: Kerstin Maes, Marlis Becker, Volker Sehring, Meta Wirth" src="http://web.ard.de/themenwochenblog/wp-content/uploads/2009/05/collage_tus.jpg" alt="Ehrenamtliche des TUS Griesheim" width="512" height="150" /><p class="wp-caption-text">Ehrenamtliche des TUS Griesheim: Kerstin Maes, Marlis Becker, Volker Sehring, Meta Wirth.</p></div>
<p>Ich gebe es zu, zu „meinem“ Sportverein hatte ich bisher ein ziemlich neutrales Verhältnis. Ich war eher zufällig dort gelandet nach dem Umzug in eine neue Stadt. Wäre mein Freund nicht schon Mitglied gewesen – vermutlich hätte ich mir ein wieder ein Fitness-Studio gesucht. Doch der Preis beim Verein war unschlagbar.<br />
<span id="more-5843"></span></p>
<p>Ähnlich beim TuS Griesheim: <a title="tusgriesheim.de" href="http://tusgriesheim.de/" target="_blank"><strong>24 Sportarten</strong></a> mit zahllosen Kursen und Trainings &#8211; theoretisch könnte man für für weniger als zehn Euro im Monat jeden Tag viele Stunden Sport treiben. Das legt nahe, den Verein einfach nur in einem ganz nüchternen Kosten-Nutzen-Vergleich mit kommerziellen Anbietern zu sehen: Was zahle ich? Und was kriege ich dafür?</p>
<p>Tatsächlich habe ich in den Interviews mit den Ehrenamtlichen einige Male gehört, dass es immer öfter Mitglieder mit dieser Haltung gibt: Ich zahle meinen Beitrag und will dafür diese und jene Leistung. Und wehe, das Gebotene entspricht nicht meinen Erwartungen! Oder es werden sogar noch Ansprüche an mich gestellt.</p>
<p>In dieser Woche habe ich Leute von einem anderen Schlag kennen gelernt. Leute die sagen: Wenn ich ein so tolles Sportangebot haben will, muss ich mich auch selbst dafür einsetzen. Die es selbstverständlich finden, neben Job und Familie viele Stunden unbezahlt in die Vereinsarbeit zu stecken. Die achselzuckend sogar hinnehmen, dass man dafür mitunter sogar „Geld mitbringen muss“.</p>
<p>Mein Fazit am Ende der Woche: Ich sehe auch „meinen“ Sportverein jetzt mit anderen Augen. Es gibt ihn nicht – wie das Fitness-Studio &#8211; weil man damit gutes Geld verdienen kann. Es gibt ihn, weil es Menschen gibt, denen er wichtig ist. So wichtig, dass sie sagen: Engagieren für den Sportverein? Ist doch Ehrensache!</p>
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		<title>Vom Glück oder dem besten Marmeladenbrot der Welt</title>
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		<pubDate>Sat, 16 May 2009 21:04:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>neubert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einsatz für Bildung und Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Buchkinder]]></category>
		<category><![CDATA[Familien]]></category>
		<category><![CDATA[Familienpate]]></category>
		<category><![CDATA[Halle]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Krokoseum]]></category>
		<category><![CDATA[Risiken]]></category>

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		<description><![CDATA[Ehrenamt, das ist offenbar ein bisschen wie Schokolade - die macht ja bekanntlich glücklich. Glücklich sind die Ehrenamtlichen, die wir in den Franckeschen Stiftungen in Halle besucht haben. Das liegt am Tun, am Geben; daran, was sie zurückbekommen, und an den Rahmenbedingungen. Doch es gibt auch kritische Faktoren und offene Fragen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5832" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><img class="size-full wp-image-5832" src="http://web.ard.de/themenwochenblog/wp-content/uploads/2009/05/frankeschestiftungen.jpg" alt="Sonne und Adler schmücken die Fassade des historischen Waisenhauses der Franckeschen Stiftungen" width="512" height="200" /><p class="wp-caption-text">Sonne und Adler schmücken die Fassade des historischen Waisenhauses der Franckeschen Stiftungen</p></div>
<p>Ehrenamt, das ist offenbar ein bisschen wie Schokolade &#8211; die macht ja bekanntlich glücklich. Glücklich sind die Ehrenamtlichen, die ich in den Franckeschen Stiftungen in Halle besucht habe. Das liegt am Tun, am Geben; daran, was sie zurückbekommen, und an den Rahmenbedingungen. Doch es gibt auch kritische Faktoren und offene Fragen.<span id="more-5830"></span></p>
<p>Rund 40 Hallenser engagieren sich in den <a href="http://www.francke-halle.de/main/index.php">Franckeschen Stiftungen </a>ehrenamtlich, greifen den rund 120 Mitarbeitern unter die Arme. Sie runden das Kultur- und Bildungsangebot der Stiftungen ab, bringen vor allem im Krokoseum, im Familienkompetenzzentrum und bei den Führungen ganz spezielle Fähig- und Fertigkeiten ein.</p>
<p>Die <a href="http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=3262">Herumführer </a>bekommen eine kleine Entschädigung und sind in die Stiftungsarbeit eingebunden. Die <a href="http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=5695">Buchfrauen </a>können ein eigenes Projekt auf die Beine stellen, haben einen Raum gefunden und bekommen das Material gestellt. Die <a href="http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=5228">Familienpaten</a>, die sehr viel Zeit schenken, bekommen zumindest die Monatskarte für den öffentlichen Verkehr.</p>
<p><strong>Ehrenamt macht glücklich &#8211; und zwar beide Seiten</strong><br />
Ausgenutzt fühlen sich die Ehrenamtlichen, die wir in der vergangenen Woche begleitet haben, nicht. Im Gegenteil: Claudia Langosch und die Buchkinderbegründer sprechen von einer Bereicherung – sie haben aber auch klare Grenzen gezogen. Sie geben im bürgerschaftlichen Sinne. Familienpatin <a href="http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=4979">Merkeviciene</a>, die die meisten Stunden in ihr Ehrenamt investiert, die findet ihre Aufgabe einfach wunderbar. Sie hat viel zu geben und tut das gern und &#8220;ihre&#8221; <a href="http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=5190">Familie </a>genießt das, und <a href="http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=4992#more-4992">das beste Marmeladenbrot der Welt</a>. Und sie hofft auf eine Stelle im sozialen Bereich, denn das ist ihre Welt.</p>
<p><strong>Glücklichmacher mit Risikofakor</strong><br />
Das Familienpatenprojekt, das von der Universitätsklinik initiiert wurde, ist ein großartiges Projekt, wenn es sich an &#8220;normale&#8221; Familien wendet. Denn vom Rückhalt der Großfamilie können in den großen Städten viele nur noch träumen. Außerdem bröseln gerade in ostdeutschen Großstädten die Nachbarschaften auseinander.</p>
<p>Und doch warnen bei diesem Projekt Experten vor drei Problemen: <a href="http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=5228">Einer möglichen Gefährdung der Familie und einer Gefährdung der Paten. </a>Allerdings gibt es in den Franckeschen Stiftungen Möglichkeiten zur Rücksprache, Probleme können so leichter gelöst werden. Beim Familienpatenprojekt Landesregierung Sachsen-Anhalts – nicht dem der Franckeschen Stiftungen, fürchten sie außerdem den versteckten Versuch, bei Profis wie Sozialarbeitern oder Familienhebammen zu sparen.</p>
<p>Es sind vor allem Frauen, die im Krokoseum und dem Familienzentrum ehrenamtlich Werte weitergeben. Es sind die Frauen, die versuchen, Kinder aufzufangen. Deshalb wünscht sich Krokoseum-Chefin <a href="http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=4371#more-4371">Susanna Kovasc </a>mehr Männer. Die könnten ihren Jungs ordentlich Paroli bieten.</p>
<p>Am Ende dieser Woche stellen sich viele Fragen. Um nur zwei zu nennen: Warum muss eine Frau wie Bärbel Merkeviciene ihre Kompetenzen verschenken? Und: Warum fehlen hier die Männer?</p>
<p><strong>Jungs, wo seid Ihr? Meldet Euch im <a href="http://www.francke-halle.de/main/index2.php?cf=6_7">Krokoseum</a>.</strong></p>
<p>Am Ende der Woche möchte ich den Ehrenamtlichen danken – für ihre Offenheit und für ihre Arbeit. Ich möchte auch auf die aufmerksam machen, die &#8220;inoffiziell&#8221; ehrenamtlich tätig sind, zum Beispiel Netzwerke gründen und pflegen, oder die einfach ihren Nachbarn helfen. Danke. Und ich möchte auf die vielen Frauen und Männer hinweisen, die alles dafür tun, dass in ihren Familien nichts aus dem Ruder läuft. Auf die, die sich um gesunde, behinderte und kranke Kinder kümmern, Eltern pflegen und vielleicht noch arbeiten gehen. Danke. Und die, die mal aufs Nachbarkind aufpassen, wenn Mama und Papa arbeiten müssen. Danke.</p>
<div class="ngg-related-gallery"><a href="http://web.ard.de/themenwochenblog/wp-content/gallery/hr_galerie_tus_zwiebel_galerie/ballett.jpg" title="... und gesehen werden." class="shutterset_Verwandte Bilder von Vom Glück oder dem besten Marmeladenbrot der Welt" ><img title="ballett.jpg" alt="ballett.jpg" src="http://web.ard.de/themenwochenblog/wp-content/gallery/hr_galerie_tus_zwiebel_galerie/thumbs/thumbs_ballett.jpg" /></a>
</div>
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		<title>Das Leben ist ein Circus</title>
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		<pubDate>Sat, 16 May 2009 17:22:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haass</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktiv im Kinder- und Jugendcircus]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Zirkus]]></category>

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		<description><![CDATA[Es klingt so einfach wie banal: Wer nichts gibt, bekommt auch nichts zurück. So kann man die Woche im ehrenamtlich geführten Kinder- und Jugendcircus Compostelli in Schwäbisch Hall zusammenfassen. Auf spielerische Art lernen hier alle Teilnehmer fürs Leben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5687" class="wp-caption alignnone" style="width: 522px"><img class="size-full wp-image-5687" src="http://web.ard.de/themenwochenblog/wp-content/uploads/2009/05/zuschauer_512.jpg" alt="Vor dem Circus Compostelli" width="512" height="200" /><p class="wp-caption-text">Vor dem Circus Compostelli</p></div>
<p>Es klingt so einfach wie banal: Wer nichts gibt, bekommt auch nichts zurück. So kann man die Woche im ehrenamtlich geführten Kinder- und Jugendcircus Compostelli in Schwäbisch Hall zusammenfassen. Auf spielerische Art lernen hier alle Teilnehmer fürs Leben.<span id="more-5686"></span></p>
<p>In Lehrbüchern könnte man nicht besser schreiben, was sich vor Ort abspielt. Da lernen Kinder zunächst einmal, was Zusammengehörigkeit bedeutet, welche Erfolge man als Gruppe feiern kann. Aber auch, was es bedeutet, &#8220;nur&#8221; ein Teil einer Gruppe zu sein. Später übernehmen viele als Jugendliche Verantwortung für das Projekt und die jüngeren Kinder. Der Lohn ist Dank und Anerkennung. Die Erwachsenen versuchen sich einzubringen, um ihren Kindern zu helfen und selber auch Spaß und Erfüllung zu finden.</p>
<p><strong>Gemeinsam etwas erreichen</strong></p>
<p>Die Woche im <a href="http://www.circus-compostelli.de/" target="_blank">Circus Compostelli</a> hat aber auch gezeigt, dass es &#8211; wie im normalen Leben &#8211; zu Konflikten kommen kann. Wie viel können/sollen/müssen die Eltern sich einbringen, wie viel können die Jugendlichen schon selbst stemmen? Müssen die Eltern beim Schminken so dominant und ein Direktor in der Manege so präsent sein?</p>
<p>Generelle Antworten gibt es wohl kaum, dazu ist jeder Jahrgang von Kindern und Erwachsenen anders. Eins haben sie aber alle versucht: sich und anderen eine Freude zu bereiten, ohne groß zu murren und meckern. Natürlich gibt es Wünsche wie beispielsweise mehr Helfer oder ein neues, festes Trainingsquartier, aber dafür geht keiner auf die Barrikaden. Das soll Schritt für Schritt angegangen werden.</p>
<p>Und da sind wir wieder bei der Einfachheit: Wir machen was zusammen, wir erreichen was, und dann gehen wir weiter. Das mag für Außenstehende ziemlich belanglos klingen, für die, die dabei sind und es miterleben, ist es aber ein großer Schritt in ihrer Entwicklung. Wenn das dann noch ehrenamtlich passiert, dann ist das doch wunderbar. Und somit bleibt nur noch eins: der Schlussapplaus …</p>
<div id="attachment_5689" class="wp-caption alignnone" style="width: 522px"><img class="size-full wp-image-5689" src="http://web.ard.de/themenwochenblog/wp-content/uploads/2009/05/schlussapplaus.jpg" alt="Schlusspplaus" width="512" height="200" /><p class="wp-caption-text">Schlussapplaus</p></div>
<div class="ngg-related-gallery"><a href="http://web.ard.de/themenwochenblog/wp-content/gallery/hr_galerie_tus_zwiebel_galerie/ballett.jpg" title="... und gesehen werden." class="shutterset_Verwandte Bilder von Das Leben ist ein Circus" ><img title="ballett.jpg" alt="ballett.jpg" src="http://web.ard.de/themenwochenblog/wp-content/gallery/hr_galerie_tus_zwiebel_galerie/thumbs/thumbs_ballett.jpg" /></a>
</div>
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		<title>Weiter so, bitte!</title>
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		<pubDate>Sat, 16 May 2009 15:42:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epple-waigel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Initiativen]]></category>
		<category><![CDATA[Retter bei der Bergwacht]]></category>
		<category><![CDATA[Bergretter]]></category>
		<category><![CDATA[Fazit]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bergwacht ist Teil des Roten Kreuzes und teilt mit diesem Grundsätze, Positionen und Symbole. Sie sieht ihre Aufgabe im Schutz des Lebens, der Gesundheit sowie der Würde des Menschen. Ich denke, wir sollten einfach froh und dankbar für sie sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-5086" title="Irene Epple-Waigels Fazit" src="http://web.ard.de/themenwochenblog/wp-content/uploads/2009/05/irene-512.jpg" alt="Irene Epple-Waigels Fazit" width="512" height="200" />Die Bergwacht ist Teil des Roten Kreuzes und teilt mit diesem Grundsätze, Positionen und Symbole. Sie sieht ihre Aufgabe im Schutz des Lebens, der Gesundheit sowie der Würde des Menschen. Die Bergwacht hilft freiwillig und ehrenamtlich nach den Prinzipien der Unparteilichkeit und Neutralität. Was das für Menschen in Not bedeutet? <span id="more-5080"></span></p>
<p>Die Bergwachtmänner und -frauen helfen ihnen ohne Ansehen von Nationalität, Abstammung oder Weltanschauung, unabhängig davon, welche Gründe zum Unfall geführt haben. Bei dieser Arbeit überwiegt Verständnis und Anteilnahme, nicht Kritik an etwaigem Fehlverhalten von Verunglückten.</p>
<p>So gesehen sind Bergwachtmänner und –frauen für mich die „Samariter“ der heutigen Zeit.</p>
<p><strong>Zurückhaltend und bescheiden</strong></p>
<p>Wir haben sie gefragt, warum sie sich &#8211; nicht selten unter Einsatz der eigenen Gesundheit -  für ihre Mitmenschen engagieren.</p>
<p>Ihre Antworten waren zurückhaltend, bescheiden, unspektakulär. Der Dienst am Nächsten ist für sie eine Selbstverständlichkeit und bedarf keiner großen Erklärungen. Welche letzte Motivation sie antreibt, darf auch ihr ganz persönliches Geheimnis bleiben.</p>
<p>Die Bergwachtmänner und –frauen stehen in unserer herrlichen Bergwelt im Notfall für uns bereit. Ich denke, dafür sollten wir einfach froh und dankbar sein.</p>
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		<title>Fazit: Ehrenamt &#8211; was ist das eigentlich?</title>
		<link>http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=5571</link>
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		<pubDate>Sat, 16 May 2009 14:54:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ganswindt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturschutz im Wattenmeer]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Fazit]]></category>
		<category><![CDATA[Harald Ganswindt]]></category>
		<category><![CDATA[Verein Jordsand]]></category>

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		<description><![CDATA[Vielen Ehrenamtlichen scheint der gesellschaftliche Stellenwert ihrer Tätigkeit gar nicht bewusst zu sein. Ihr Engagement ist zum selbstverständlichen Bestandteil ihres Alltags geworden und macht vor allem eines: Spaß. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5590" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><img class="size-full wp-image-5590 " src="http://web.ard.de/themenwochenblog/wp-content/uploads/2009/05/selbst_512.jpg" alt="Das bin ich auf dem Weg durchs Watt zur Hallig Habel" width="512" height="200" /><p class="wp-caption-text">Blogger Harald Ganswindt auf dem Weg durchs Watt zur Hallig Habel.</p></div>
<p>Vielen Ehrenamtlichen scheint der gesellschaftliche Stellenwert ihrer Tätigkeit gar nicht bewusst zu sein. Ihr Engagement ist zum selbstverständlichen Bestandteil ihres Alltags geworden und macht vor allem eines: Spaß. <span id="more-5571"></span></p>
<p>Die meisten aktiven Mitglieder des Vereins Jordsand, die ich in dieser Woche kennenlernen durfte, sind Rentner. Pflichtbewusst nehmen sie ihre Aufgaben wahr und machen sich dadurch unverzichtbar. Ich hatte den Eindruck, dass den meisten von ihnen der Dienst an der guten Sache gar nicht das Wichtigste ist. Gebraucht zu werden und immer etwas um die Ohren zu haben, verschafft besonders den Älteren offensichtlich eine große Genugtuung und macht einfach Spaß. Sei es nun <a href="http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=3324#more-3324">Harry Dietrichsen, der von seiner Hallig den Vogelwarten zur Seite steht</a>, der Möwenkönig Gerd Ross oder <a href="http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=4748#more-4748">Erhard Jahn</a>. Dass sie dabei Gutes tun und wir alle letzlich davon profitieren, scheint wie ein erfreulicher Nebeneffekt. Ich glaube, in der Biologie nennt man das Symbiose;-)</p>
<p><strong>Spaß an der Sache</strong></p>
<p>Spaß an der Sache steht auch bei den jüngeren Aktiven, mit denen ich gesprochen habe, an erster Stelle. Sie opfern ihre Freizeit und sogar den Jahresurlaub für das Ehrenamt &#8211; wie <a href="http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=4404#more-4404">Knut Müller, der jedes Jahr mit seinem Vater die Vogelwarte auf Amrum betreut</a>. Mit dem Begriff &#8220;Ehrenamt&#8221; konnten die meisten gar nichts anfangen: &#8220;Ehrenamt &#8211; was ist das eigentlich?&#8221;, fragt sich zum Beispiel auch <a href="http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=3937#more-3937">Ursula Buchwald. In ihrem Sprachgebrauch käme dieser Begriff gar nicht vor.</a> Das freiwillige, unbezahlte Engagement ist so selbstverständlich in den Alltag dieser Menschen integriert, dass sie den gesellschaftlichen Stellenwert kaum mehr wahrnehmen. Gerne würden sie weniger Zeit für ihren eigentlich Beruf aufwenden &#8211; würden auch auf einen Teil ihres Lohns verzichten. Einen Arbeitgeber zu finden, der sich darauf einlässt, scheint aber unmöglich. <a href="http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=5164">Luise Brejcha</a> hat dies lange versucht und arbeitet nun freiberuflich. Für sie ist das Ehrenamt aber noch mehr als Spaß. Sie möchte der Gesellschaft etwas zurückgeben. Auch <a href="http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=5164">Bernd-Dieter Drost </a>ist so etwas wie ein &#8220;Vollblut-Ehrenamtler&#8221;. Er engagiert sich nicht nur für den Vogelschutz an der Küste, sondern auch für Kinder in einem sibirischen Kinderheim.</p>
<p>Ich ziehe den Hut vor jedem Einzelnen von ihnen. Die Selbstverständlichkeit, mit der sie sich engagieren, hat mich nachhaltig beeindruckt. Zudem sind mir alle ausgesprochen herzlich und hilfsbereit begegnet. Ein Wermutstropfen aber bleibt: Aus mir wird in diesem Leben wohl kein guter Ornithologe mehr &#8211; schade eigentlich!</p>
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		<title>Ohne Ehrenamtliche wäre das Angebot nicht haltbar</title>
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		<pubDate>Sat, 16 May 2009 14:43:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>glagow</dc:creator>
				<category><![CDATA[Senioren helfen Senioren]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Helfer]]></category>
		<category><![CDATA[Senioren]]></category>

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		<description><![CDATA[Rund 600 Freiwillige sind allein beim Kommunalen Seniorenservice der Stadt Hannover im Einsatz. Von der Betreuung im Pflegeheim bis zum PC-Kurs: Oft sind es die Ehrenamtlichen, die in der ersten Reihe stehen, wenn es um den Dienst an älteren Menschen geht. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rund 600 Freiwillige sind allein beim Kommunalen Seniorenservice der Stadt Hannover im Einsatz. Von der Betreuung im Pflegeheim bis zum PC-Kurs: Oft sind es die Ehrenamtlichen, die in der ersten Reihe stehen, wenn es um den Dienst an älteren Menschen geht. <span id="more-5079"></span>Und die Landeshauptstadt ist weiter auf der Suche nach Freiwilligen, um ihre Angebote aufrechterhalten und vielleicht sogar ausbauen zu können.</p>
<p>Klar ist: Ohne die vielen Ehrenamtlichen, die Zeit, Arbeit und nicht selten auch privates Geld mitbringen, wären die meisten Leistungen des Kommunalen Seniorendienstes nicht haltbar. Hier erfüllen Freiwillige Aufgaben, die vielfach der Staat, noch häufiger aber die Angehörigen übernehmen sollten. Wo die Familie als soziale Absicherung fehlt, springt die Kommune mit einer Heerschar freiwilliger Helfer ein. Das muss nicht schlecht sein, sollte aber zu denken geben.</p>
<p>
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Immerhin: auch die Ehrenamtlichen profitieren von dem System. &#8220;Es ist ein Geben und Nehmen&#8221;, sagte einer der Freiwilligen im Gespräch. Mit der Pensionierung, dem Tod des Partners oder dem Verlust des Arbeitsplatzes suchen sich viele engagierte Menschen eine neue Herausforderung. Das Ehrenamt wird so für viele von denen, die es ausfüllen zu einer wichtigen Aufgabe im Leben. Sie ziehen aus ihrer freiwilligen Tätigkeit Anerkennung und Bestätigung, sammeln häufig ganz neue Erfahrungen, genießen die Gesellschaft anderer Menschen und lernen nicht selten eine Menge Neues dazu. Der begeisterte und engagierte Einsatz der Ehrenamtlichen darf aber weder den Staat noch die Angehörige dazu verleiten, Aufgaben zu vernachlässigen, die eigentlich die ihren wären.</p>
<div class="ngg-related-gallery"><a href="http://web.ard.de/themenwochenblog/wp-content/gallery/hr_galerie_tus_zwiebel_galerie/thekenteam_lachen.jpg" title="Der Spaß an der Arbeit steht im Vordergrund: Hier feiern die Abteilungen Schwimmen und Skifahren." class="shutterset_Verwandte Bilder von Ohne Ehrenamtliche wäre das Angebot nicht haltbar" ><img title="thekenteam_lachen.jpg" alt="thekenteam_lachen.jpg" src="http://web.ard.de/themenwochenblog/wp-content/gallery/hr_galerie_tus_zwiebel_galerie/thumbs/thumbs_thekenteam_lachen.jpg" /></a>
<a href="http://web.ard.de/themenwochenblog/wp-content/gallery/hr_galerie_tus_zwiebel_galerie/thekenteam_arbeiten.jpg" title="An der Versorgungsstation wird unterdessen fleißig gearbeitet. Die einheitlichen Helfer-T-Shirts siganlisieren: Hier wird zusammengehalten." class="shutterset_Verwandte Bilder von Ohne Ehrenamtliche wäre das Angebot nicht haltbar" ><img title="thekenteam_arbeiten.jpg" alt="thekenteam_arbeiten.jpg" src="http://web.ard.de/themenwochenblog/wp-content/gallery/hr_galerie_tus_zwiebel_galerie/thumbs/thumbs_thekenteam_arbeiten.jpg" /></a>
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		<title>&#8220;Könnt&#8217; ich nicht&#8221; stimmt so nicht</title>
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		<comments>http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=5767#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 May 2009 14:36:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>domke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ambulanter Kinderhospizdienst]]></category>
		<category><![CDATA[ambulant]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderhospiz]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[lebensverkürzend]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum sind im gesamten Kreis Unna nur 0,007 Prozent aller Einwohner bereit, sich ehrenamtlich beim ambulanten Kinderhospizdienst zu engagieren? Nach sieben Tagen voll berührender Momentaufnahmen endet das WDR-Blog zur ARD-Themenwoche mit einem nur auf den ersten Blick abwegigen Vorschlag.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5772" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><img class="size-full wp-image-5772" src="http://web.ard.de/themenwochenblog/wp-content/uploads/2009/05/090516_01.jpg" alt="Tivon Winter" width="512" height="200" /><p class="wp-caption-text">Tivon Winter</p></div>
<p>Warum sind im gesamten Kreis Unna nur 0,007 Prozent aller Einwohner bereit, sich ehrenamtlich beim ambulanten Kinderhospizdienst zu engagieren? Nach sieben Tagen voll berührender Momentaufnahmen endet das WDR-Blog zur ARD-Themenwoche mit einem nur auf den ersten Blick abwegigen Vorschlag.<span id="more-5767"></span></p>
<p>31 ehrenamtliche Mitarbeiter kann Heike Gründken, <a href="http://www.deutscher-kinderhospizverein.de/42_ambulante_einzel_wir.php?id=5" target="_blank">hauptamtliche Koordinatorin beim ambulanten Kinderhospizdienst Unna</a>, derzeit einsetzen. Nur 31 von über 400.000 Einwohnern, die in dem Landkreis am Rande des Ruhrgebiets wohnen. Nur 31 Menschen, die bereit sind, pro Woche zwei bis drei Stunden ihrer Freizeit in einer Familie mit einem lebensverkürzend erkrankten Kind zu verbringen. Oft ist dies die einzige Möglichkeit für Vater oder Mutter, sich eine kleine Auszeit zu gönnen, weil die Krankheit des Kindes meistens eine Rund-um die-Uhr-Betreuung zur Folge hat. Oft ist das einer der wenigen Momente, in dem gesunde Geschwister es genießen, im Mittelpunkt zu stehen.</p>
<p>Zugegeben: Dass nur ein Bruchteil der Bevölkerung im Kreis Unna bereit ist, sich ehrenamtlich zu engagieren, ist nichts Ungewöhnliches, sondern ein Zustand, wie er überall in Deutschland herrscht, sobald es um die Bereitschaft geht, unentgeltlich seine Freizeit zu opfern.</p>
<div id="attachment_5773" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><img class="size-full wp-image-5773" src="http://web.ard.de/themenwochenblog/wp-content/uploads/2009/05/090516_03.jpg" alt="Ullrich Schott und Philipp Winter" width="512" height="200" /><p class="wp-caption-text">Ullrich Schott und Philipp Winter</p></div>
<p>&#8220;Das könnt&#8217; ich nicht!“,  lautet  fast stereotyp die Reaktion, wenn die Unnaer Ehrenamtler erzählen, wo sie arbeiten: Dass dem nicht so ist, habe ich in den vergangenen Tagen selbst erleben können. Ein offenes Ohr für die Mutter haben , mit den gesunden Geschwistern Minigolf spielen oder einem kranken Kind eine große Portion Streicheleinheiten schenken &#8211; <a href="http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=3311" target="_blank">Marlies Fedeler</a>, <a href="http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=5162" target="_blank">Ullrich Schott</a>, <a href="http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=4369" target="_blank">Inge Fork </a>und all die anderen geben viel, aber sie leisten nichts Übermenschliches. Die „Liebe im Herzen“, die ihnen <a href="http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=4134" target="_blank">ein betroffener Vater attestiert</a>, müsste sich auch in anderen Herzen finden lassen.</p>
<p>„Vielleicht ist der Name einfach unglücklich gewählt“, bekam ich in den vergangenen Tagen mehr als einmal zu hören – von Ehrenamtlern genau so wie von Menschen, mit denen ich über dieses Blog zur ARD-Themenwoche sprach. Zu eng, so mein Eindruck, scheint das Wort „Hospiz“ mit dem Tod verknüpft zu sein. Und zu viele setzen offenbar stationäre mit ambulanter Hospizarbeit gleich. Dass nicht wenige der begleiteten Kinder schon seit einigen Jahren in ihrer Krankheit begleitet werden und dass der Tod in den Familien zwar präsent, aber dennoch nicht ständiges Thema ist, auch das wissen viele nicht.</p>
<div id="attachment_5775" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><img class="size-full wp-image-5775" src="http://web.ard.de/themenwochenblog/wp-content/uploads/2009/05/090516_02.jpg" alt="Robin Winter und Marlies Federer" width="512" height="200" /><p class="wp-caption-text">Robin Winter und Marlies Federer</p></div>
<p>Wie wäre es denn, wenn sich Profis um dieses Problem kümmern würden? Ein PR-Experte, der ehrenamtlich eine neue Informationskampagne konzipiert? Ein Werbetexter, der unentgeltlich nach einer neuen Begrifflichkeit sucht? Ein Marketingstratege, der nach Feierabend Wege findet, auf denen mehr Männer, mehr junge Menschen und mehr Migranten für diese Arbeit zu begeistern sind? <strong></strong></p>
<p>Denn dass es Zeit braucht, dass nicht jeder von einem Tag auf den anderen für ein solches Ehrenamt bereit ist, dass es auch Kraft und Mut benötigt, so auf fremde Menschen in einer ungewöhnlichen Lebenssituation zuzugehen – sicher. Aber in dieser Woche habe ich an mir selbst gemerkt, dass gleich am Anfang, schon beim Kennenlernen die ersten Hürden fallen können.</p>
<p>Einen provokanten Slogan für eine Kampagne hätt&#8217; ich jedenfalls schon: <strong>&#8220;Könnt’ ich nicht&#8221; stimmt so nicht!</strong></p>
<div class="ngg-related-gallery"><a href="http://web.ard.de/themenwochenblog/wp-content/gallery/hr_galerie_tus_zwiebel_galerie/ballett.jpg" title="... und gesehen werden." class="shutterset_Verwandte Bilder von &#8220;Könnt&#8217; ich nicht&#8221; stimmt so nicht" ><img title="ballett.jpg" alt="ballett.jpg" src="http://web.ard.de/themenwochenblog/wp-content/gallery/hr_galerie_tus_zwiebel_galerie/thumbs/thumbs_ballett.jpg" /></a>
</div>
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		<item>
		<title>Ein Gewinn für beide Seiten</title>
		<link>http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=4770</link>
		<comments>http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=4770#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 May 2009 14:35:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Meike Richter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Existenzgründung für Migranten]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=4770</guid>
		<description><![CDATA[Ehrenamtliches Engagement wandelt auf einem schmalen Grat: Ohne Freiwillige funktioniert keine Gesellschaft, allerdings missbraucht der Staat sie nicht selten als Lückenbüßer. Warum Geld ausgeben, wenn sich Selbstlose finden, die den Job für ein paar warme Worte machen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ehrenamtliches Engagement wandelt auf einem schmalen Grat: Ohne Freiwillige funktioniert keine Gesellschaft &#8211; allerdings missbraucht der Staat sie nicht selten als Lückenbüßer. Mittel sind knapp &#8211; warum Geld ausgeben, wenn sich Selbstlose finden, die den Job für ein paar warme Worte machen?<span id="more-4770"></span></p>
<p><a title="Homepage Unternehmer ohne Grenzen" href="http://www.unternehmer-ohne-grenzen.de/" target="_blank">&#8220;Unternehmer ohne Grenzen&#8221;</a> (UoG) schafft den Balance-Akt, ohne abzustürzen: Die angestellten und aus staatlichen Mitteln bezahlten Mitarbeiter des Vereins machen die &#8220;Brot und-Butter&#8221;-Arbeit: Verwaltung, Organisatorisches und die Beratung für migrantische Existenzgründer. Nur bei besonderen Aktionen &#8211; etwa, wenn Unternehmer als Role-Model in Schulen gehen &#8211; vertraut der Verein auf Ehrenamtliche. Wer könnte Kinder und Jugendliche besser Einblick ins Berusfsleben geben als Unternehmer? Vorbereitung und Ziele solcher Veranstaltungen arbeiten die Festangestellten aus, mindestens einer begleitet sie zu ihren Einsätzen.</p>
<p>Immer mehr Menschen &#8211; vor allen Berufstätige &#8211; haben schlicht nicht die Zeit, einmal in der Woche Gutes zu tun. UoG setzt seine Ehrenamtlichen flexibel ein, sie haben nur alle paar Wochen oder Monate einen Einsatz &#8211; das lässt sich mit jedem Job vereinbaren. Ehrenamtliches Engagement auf Anfrage deckt sich mit den immer flexibler werdenden Lebenswirklichkeit der Menschen.</p>
<p>Ehrenamtliche wie <a title="Blogeintrag zu Latifa Kühn." href="http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=4759#more-4759" target="_blank">Latifa Kühn</a>, <a title="Blogeintrag zu Dimitra Merdin." href="http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=2607" target="_blank">Dimitra Merdin</a> oder <a title="Blogeintrag über Selma Costur" href="http://web.ard.de/themenwochenblog/?p=4075" target="_blank">Selma Costur</a> begründen ihr Engagement mit persönlichen Erfahrungen: Sie wissen, welche Hürden Migranten in der Schule nehmen müssen beziehungsweise wie schwer es für Frauen ist, Familie und Beruf zu meistern. Heute teilen die Frauen ihre Erfahrungen, um anderen zu helfen. Ihr Engagement kommt aber auch ihnen selbst zugute. Es ist schon vorgekommen, dass ein Unternehmer bei einem Schulbesuch einen neuen Mitarbeiter gefunden hat. Oder dass ein ehrenamtlicher Einsatz zu einem bezahlten Auftragsverhältnis führte.</p>
<p>Und natürlich freut es die Unternehmer, wenn ihre Namen im Zusammenhang mit ihren Einsätzen in der Presse auftauchen und sie Kontakte und Netzwerke knüpfen können. Ist das verwerflich? Nein. Ehrenamt funktioniert immer dann am besten, wenn beide Seiten profitieren.</p>
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