Aus dem Archiv von ARD.de

Bewohnerinnen im Altenzentrum RoderbruchWenn ältere Menschen in Hannover auf Hilfe im Alltag angewiesen sind, ist der Kommunale Seniorenservice der Stadt die erste Anlaufstelle. Er vermittelt nicht nur Versorgung bei Krankheit oder Pflegebedürftigkeit, sondern bietet auch ein breites Spektrum an Freizeit- und Informationsveranstaltungen.“Den Menschen das Älterwerden erleichtern”, beschreibt ein Mitarbeiter die Ziele der kommunalen Einrichtung – sei es beim Wohnen, bei der Pflege, in besonderen Lebenslagen oder einfach zur aktiven Lebensgestaltung. Mehrmals in der Woche finden offene Sprechstunden für Menschen ab 60 Jahren und deren Angehörige statt. Und die Nachfrage steigt.

2007 waren 26,5 Prozent der Einwohner der Landeshauptstadt älter als 60 Jahre. Bei den Frauen gehörten mehr als 29 Prozent zu dieser Altersgruppe. Kein Wunder, dass die hauptamtlichen Angebote der Stadt nicht ausreichen, um eine zufriedenstellende Versorgung der Seniorinnen und Senioren zu erreichen.

Vom Handwerkerdienst bis zum PC-Kurs

Rund 600 Freiwillige engagieren sich in Hannover in der Altenbetreuung und -versorgung. Der Kommunale Seniorenservice koordiniert diesen Einsatz, stellt finanzielle Mittel bereit und berät bei der Einrichtung neuer Angebote. Doch klar ist auch – ohne die Freiwilligen ließe sich das breite Angebot an ältere Menschen in der Landeshauptstadt nicht aufrecht erhalten.

Die Bandbreite der Angebote reicht von der Betreuung in Pflegeheimen über Handwerkerdienste bis zu PC-Kursen. In vielen Bereichen organisieren die Ehrenamtlichen ihre Veranstaltungen selbst. Auf strenge Hierarchien wird häufig ganz bewusst verzichtet. Davon sollen letztlich beide Seiten profitieren. Die Freiwilligen haben die Möglichkeit, ihre Dienste im Rahmen ihrer persönlichen Interessen zu gestalten, während die Senioren vom engagierten Einsatz der Ehrenamtlichen profitieren.

Das oberste Gebot beim Ehrenamt bleibt die Freiwilligkeit. Doch funktioniert das wirklich bei allen Angeboten? Was passiert, wenn die Ehrenamtlichen mal keine Zeit oder Lust haben? Findet überhaupt jeder das passende Ehrenamt für sich? Und welchen persönlichen Nutzen zieht der Ehrenamtliche aus seiner Tätigkeit?

Stichworte: , , , ,

Dieser Beitrag wurde geschrieben von Sven Glagow

Die Kommentare sind geschlossen!