Das Projekt
Sieben Tage live und nonstop – Unterwegs mit Deutschlands Ehrenamtlichen

Helden des Alltags – ganz persönlich: Das Internet-Blog zur ARD-Themenwoche „Ist doch Ehrensache! Wie Menschen sich für die Gesellschaft engagieren” berichtet täglich von Menschen, die sich ehrenamtlich für die Gesellschaft engagieren engagieren.
Was haben ein Fußball-Fan, der sich gegen Rechts engagiert, ein Mensch, der todkranke Kinder begleitet und ein Bergretter, der bei Unglücken hilft, gemeinsam? Sie alle engagieren sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich für soziale Zwecke und die Gesellschaft. Aus allen Bundesländern begleiten 16 Blogger eine Woche lang nonstop Ehrenamtliche und berichten über ihre Arbeit, ihre Ziele, Freuden und Schwierigkeiten. Darunter sind Initiativen wie der Deutsche Kinderhospizverein, Senioren helfen Senioren, ein Zirkus für Kinder und Jugendliche oder die Bergwacht in Bayern.
Der Blog
Die Reporter gehen dabei unter anderem den Fragen nach, warum sich Menschen überhaupt ehrenamtlich engagieren und welche Motivation sie antreibt. Gibt es den “typischen” Ehrenamtlichen? Müssen Ehrenamtliche da einspringen, wo der Staat Gelder gestrichen hat? Sind sie gar nur Lückenbüßer? Auch das sind Fragen, die in den Blogs gestellt werden.
In Bildern, Texten, Videos, Audios und Multimedia-Galerien wird der Alltag Ehrenamtlicher gezeigt – und auch die Probleme, mit denen sie tagtäglich konfrontiert werden. Im Netz entsteht somit ein Kaleidoskop von zwischenmenschlichen Geschichten, eindringlichen Porträts und kritischen Reportagen. Die Leser sind aufgefordert, sich einzumischen, Fragen zu stellen oder ihre Meinung zu sagen. Alle Blog-Einträge können kommentiert werden und nehmen die Anregungen der Nutzer für ihre Berichterstattung auf.
tell.a.vision: Zeig, was du machst!
Mitmachen können auch Kinder und Jugendliche: themenwoche.ARD.de bietet einen Wettbewerb für junge Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren – ob als Freiwilliger bei der Feuerwehr, Helfer im Tierheim oder als Lesepate im Kindergarten. Wer nicht älter als 18 Jahre alt ist, kann hier noch bis zum 16. Mai sein Projekt einreichen und Sachpreise im Wert von insgesamt 3.500 Euro gewinnen. Für Schulklassen oder -AGs, die sich ehrenamtlich engagieren, wird ein Sonderpreis im Wert von 1000 Euro vergeben. Die Jury des Wettbewerbs besteht aus: Philipp Lahm (Fußballstar und Pate der ARD-Themenwoche), Prof. Dr. Thomas Olk (Vorsitzender des Sprecherrates des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement), Prof. Dr. Thomas Rauschenbach (Leiter des Deutschen Jugendinstituts in München), Jan Stapelfeld (Darsteller des “Valentin” in der ARD-Serie “Marienhof”) und Dennis Wilms (Moderator der Sendung “W wie Wissen”).
Weitere Angebote von ARD.de
Wer eine TV-Sendung der ARD-Themenwoche verpasst hat oder eine Radio-Sendung im Internet nachhören möchte, wird bei themenwoche.ARD.de ebenfalls fündig. Internet-Nutzer können sich hier ausgewählte Dokumentationen und Reportagen als Video- und Audio-on-demand ansehen und anhören oder als Podcast herunterladen. Während der ganzen Themenwoche finden sich hier außerdem die aktuellen Radio- und TV-Tipps aller Programme der ARD.



Leider wurde ich erst durch die Außenwerbung auf die ARD Kampagne aufmerksam, sonst hätte ich bestimmt versucht Sie zeitiger zu kontaktieren.
Als Pressesprecher des Hospizvereines Bonn Lighthouse e.V.weiß ich um den kostbaren Wert des Ehrenamts. Wir würden nicht seit über 15 Jahren erfolgreich Arbeit bei schwer kranken und sterbenden Menschen leisten können, ohne die freiwillige Unterstützung unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter! Diese Team besteht aus 30 Personen aller Couleur und Alter, die im vergangen Jahr knapp 4500 Stunden unentgeltlich gepflegt, zugehört, gekocht und endlose Nachtwachen gehalten haben. 4500 Stunden bedeuten ja im Durchschnitt drei komplette Arbeitswochen die in der kostbaren Freizeit zur Verfügung gestellt werden!
Und wie Sie sich sicher vorstellen können, sind die Aufgaben in einem Hospizverein nicht gerade einfach. Unsere ehrenamtlichen Betreuer werden 9 Monate, einmal pro Woche, ausgebildet, damit sie den anspruchsvolle Situationen gewachsen sind.
Hospizvereine haben es in Deutschland nicht leicht. Meine zehnjährige Erfahrung in der Öffentlichkeitsarbeit zeigt deutlich das fast unüberwindbare Tabu-Thema „Tod und Sterben“.
Schönste Aktionen, auch mit bekannten Künstlern, werden trotz konstanter Pressebetreuung ignoriert. Unsere kleine Doku. mit dem beliebten Kabarettisten Konrad Beikircher wurde von keinem Sender oder Magazin berücksichtigt.
Aber es macht trotzdem Spaß, im Augenblick kommen im Umfeld fast genauso viel Babys zur Welt wie uns Patienten verlassen. Dieses Jahr hatten wir die erste Taufe in unseren Räumen und nächstes Jahr besucht uns die Schwedin Lene Larson mit ihrem Chor aus dem Kultfilm „Wie im Himmel“!.
Vielleicht haben Sie ja mal Lust, unsere Website zu besuchen. Auf jeden Fall wünsche ich Ihnen eine erfolgreiche und quotenstarke Themenwoche „Ist doch Ehrensache“(guter Titel).
Mit freundlichen Grüßen
Frank Spiekermann
Guten Tag,
ich habe über diese Aktion per Radio erfahren, und dachte mir, ich unterstütze diese Aktion. Ich bin 16 Jahre alt und trainiere jetzt seit einem Jahr die F-Jugend des TUS Sennelager im Bereich Fußball. Ich tu dies ehrenamtlich, da mir das Geld nicht wichtig ist und habe immer Spaß mit den Kids, auch wenn es nicht immer ganz einfach ist.
Mit freundlichen Grüßen,
Christian Kürpick
Wichtig ist, dass wir das 23. Jahrhundert erkennen. Der Staat muss Arbeit anbieten, jedem Bürger und jede Firma kann sich dann beim Bürger bewerben, somit erhält der Bürger Arbeit statt Sozialhilfe und Weiterbildung wie Erfahrung aus all seinen Tätigkeiten, somit wird auch ehrenamtliche Arbeit, “von allen für alle”, durch Modell Staat in der Pflicht dem Bürger Arbeit zu geben, wirklich profitieren und wir alle gehen einer neuen aber besseren Zukunft entgegen.
“LichtwarkSchule für kleine Künstler”
Eine dezentrale Frühförderung für Kinder der 1.- 4. Klasse Grundschule
Mit dieser Initiative startet die Lichtwark-Gesellschaft e.V. eine dezentrale Frühförderung im Bereich Bildender Kunst. Ziel ist es, insbesondere Kindern aus bildungs- und kulturfernen Stadtteilen/Familien die unmittelbare Zusammenarbeit mit Künstler/innen zu ermöglichen und ihre künstlerischen Potenziale zu entwickeln und ihre Kreativität zu fördern. Die LichtwarkSchule soll allen interessierten Kindern, unabhängig von der sozialen Situation, offen stehen.
Durch eine regelhafte und nachhaltige Förderung kreativer Begabungen entsteht eine identitätsstiftende Wahrnehmung, Förderung des Selbstwertgefühls und eine Stärkung des Selbstbewusstseins der Kinder. In Kombination mit der Wanderausstellung des “Heinz Spielmann-Begabtenstipendiums”, den Workshops mit anschließendem Besuch der Kunsthalle, sowie der Zusammenarbeit mit Schulen und lokalen Sozial-, Bildungs- und Kultureinrichtungen gelingt die Gestaltung eines Zugangs zur »Hochkultur« in jeden Winkel der Freien und Hansestadt Hamburg.
Geleitet werden die Kurse von der Künstlerin und Dozentin Doris von Klopotek. Ehrenamtliche und professionelle Mitarbeiter der Lichtwark-Gesellschaft e.V. setzten das Projekt organisatorisch um.
Die Lichtwark-Gesellschaft e.V. fördert seit 1972 Kunst und Künstler in Hamburg und setzt damit seit 37 Jahren konsequent ihren beschrittenen Weg der Kunst- und Kulturvermittlung in der Freien und Hansestadt Hamburg fort. Neben der Präsentation von Kunst stellt sie – getreu ihrem Vorbild und Namensgeber Alfred Lichtwark – immer die aktive Vermittlung von ästhetischer Bildung in Form von Literarischen Salons, Künstlergesprächen, Atelier- und Ausstellungsbesuche in das Zentrum ihres Wirkens. Seit 2005 liegt der Schwerpunkt auf der Förderung künstlerischer Begabungen im Bereich Bildender Kunst von Kindern und Jugendlichen aus bildungsfernen Gesellschaftsschichten.
Wir danken Ihnen für Ihr Engagement für das Ehrenamt, denn es ist eine sinnstiftende, freudebringende und fördernde wie fordernde Tätigkeit.
Herzliche Grüße
Franziska Neubecker
(Projektleitung LichtwarkSchule)
Was ehrenamtliches Engagement leisten kann, werden die Mitglieder des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) vom 15. bis 17. Mai zeigen: Zehntausende Landjugendliche beteiligen sich bundesweit an der Aktion „Landjugend – wir fürs Land“ – mit dem Ziel, ihrer Heimat eine Zukunft zu geben. Die geplanten Aktionen könnten unterschiedlicher kaum sein. Es wird klassische 72-Stunden-Aktionen geben, eine Spendenolympiade und vieles andere mehr. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Dabei ist eins klar: Es geht darum, etwas Gutes fürs Land und für die Menschen auf die Beine zu stellen.
Immer den Countdown-Zähler auf http://www.wir-fuers-land.de im Hinterkopf habend laufen die Landjugendlichen zu Höchstleistungen auf: In den 8 Tagen, die noch zur Vorbereitung bleiben, werden fieberhaft Sponsoren gesucht und letzte Handgriffe getan, um die Aktion vom Bund der Deutschen Landjugend unvergesslich werden zu lassen. Egal wo, die Aufregung der Landjugendlichen ist überall zu spüren. Die Ärmel sind hochgekrempelt, es kann losgehen.
Solch geballtes ehrenamtliches Engagement hat selbst den Bundespräsidenten Prof. Dr. Horst Köhler überzeugt: Er erklärte sich bereit, die Schirmherrschaft über die Landjugend-Aktion zu übernehmen. Am 14. Mai wird er auf der Auftaktveranstaltung in Berlin den Startschuss für mehrere hunderttausend Arbeitsstunden motivierter junger Menschen abgeben. Die Begeisterung für „Landjugend – wir fürs Land“ sprang auch auf die Landesebene über: So überzeugte beispielsweise in Sachsen die Landjugend Ministerpräsident Stanislaw Tillich von ihren 48-Stunden-Aktionen; die jungen Menschen in Schleswig-Holstein holten Ministerpräsident Peter Harry Carstensen ins Boot.
Eigentlich wollte ich warten, bis die Diskussion so richtig losgeht. Aber ich fürchte, dass eine Sparte des Ehrenamtes überhaupt nicht vorkommt: das gesellschaftliche kommunalpolitische Ehrenamt. Ich selber bin seit 19 Jahren Mitglied eines Kreistages, viel Arbeit in den Kommunen, hohe Erwartungen von BürgerInnen, kaum Spielraum für kommunale Selbstverwaltung wegen chronischem Mangel an Finanzen, Zwänge durch gesetzliche Vorgaben (die ich nicht ändern kann) und Anerkennung durch MitbürgerInnen kommt selten. Mir macht es trotzdem Spaß, denn ich kann ein klein wenig die Gesellschaft gestalten, in der ich mit anderen leben möchte.
Doch es gibt ehrenamtliche Gemeinderäte, ehrenamtliche Stadträte, ehrenamtliche Bürgermeister, ehrenamtliche Vorstände in kommunalen Gesellschaften usw. usf. Überall viel Verantwortung, von öffentlichem Verkehr bis zur Schulnetzplanung, von Umweltschutz bis zum Straßenbau. Liebe Kolleginnen und Kollegen, wie geht es Euch in Eurer ehrenamtlichen Tätigkeit? Und liebe Bürgerinnen und Bürger, wie nehmt Ihr diese ehrenamtliche Tätigkeit in Eurer Kommune wahr?
Freundliche Grüße in die Runde
Peter Lehmann
Moin Moin – ich finde es echt Toll, dass von ihrer Seite aus endlich einmal an das freiwillige Ehrenamt gedacht wird. Ich selber bin schon lange Jahre bei der Aktion “Appen musiziert” zu Gunsten krebs- und anderer schwerstkranker Kinder mit dabei. Habe in der Zwischenzeit selber einen Ableger davon aufgebaut, in Zusammenarbeit mit Rolf Heidenberger, den Macher von Appen musiziert! Das Ganze nennt sich “Appen musiziert ON TOUR” zu Gunsten schwerstkranker Kinder und ist sehr gut angenommen worden. Es macht immer wieder noch Spaß bei dieser Aktion dabei zu sein. Wünsche Ihnen noch viel Erfolg bei ihren Aktionen.
Mit freundlichen Grüßen aus Moorrege
Wolfgang (Wolle) Harder
Servus,
ich hätte da auch einen kleinen Beitrag zum ehrenamtlichen Engagement in Deutschland.
Die Bildungs- und Erholungsstätte LANGAU (www.langau.de) ist eine Begegnungsstätte für Menschen mit und ohne Behinderung.
Dort werden seit vielen Jahren Veranstaltungen für Menschen mit Behinderung, für Familien mit behinderten Angehörigen, für Geschwister von Menschen mit Behinderung, für Eltern mit Kindern im Frühförderalter, und, und, und angeboten. Diese Veranstaltungen sind nur möglich durch die Mitarbeit unzähliger ehrenamtlicher Mitarbeiter, die während ihres Urlaubs oder ihrer Ferien diese Veranstaltungen zum Großteil selbst gestalten und durchführen. Und das für Verpflegung, ein Taschengeld und jede Menge Spaß.
Unterstützt werden sie durch ein supermotiviertes hauptamtlichen Team, dass die Verwaltung und Organisation, vorwiegend im Vorfeld übernimmt.
Seit meiner Kindheit macht es mir riesen Spaß in der LANGAU viele neue und interessante Kontakte zu knüpfen und unvergessliche Momente mit tollen Aktionen zu erleben.
Es ist toll das es eine solche Aktion bei ARD gibt in der viele Menschen angesprochen und vielleicht auch angeregt werden. Es macht Spaß ein Ehrenamt zu übernehmen und bringt nicht nur ein gutes Gefühl und wahnsinnig viele Erfahrungen mit sich.
Ein herzliches Servus aus Neumarkt i.d. Opf.
Ein großartiges lohnendes Thema! Auch die Bürgerstiftung Backnang hat sich intensiv damit befasst und war etwas schneller als die ARD: am 18. April fand in Backnang die erste Ehrenamtmesse in Baden-Württemberg statt. Rund fünfzig gemeinnützige Einrichtungen haben dort ihre Arbeit präsentiert und um Mitwirkung geworben. Die Backnanger Bevölkerung hat die etwa 300 ausstellenden Ehrenamtlichen mit großem Besucherandrang und interessanten Messegesprächen belohnt. Die Sozialministerin des Landes war Schirmherrin und hat ein Grußwort veröffentlicht. Eines kann man immer wieder feststellen: wer sich näher mit dem Thema Ehrenamt beschäftigt, bekommt Lust, selbst aktiv zu werden. Und das wollen wir ja alle erreichen. Viel Erfolg bei der Themenwoche!
Ein Lob, dass auch mal das “Ehrenamt” in der Öffentlichkeit als wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft gezeigt wird. Seit über 14 Jahren arbeiten in unserem Verein über 30 ehrenamtliche aktiv. Über 6.000 Briefe haben wir im vergangen Jahr an Interessierte, Betroffene kostenlos verschickt. Flyer, Plakate und Infobroschüren werden jedoch immer teurer, so dass wir unsere Arbeit mittlerweile reduzieren müssen.
Ich möchte erwähnen, dass wir keine “bezahlten” haben, dass wir jedoch Fahrkosten erstatten müssen, den wer fährt schon im Jahr bis 5.000 KM kostenlos?
Sicherlich gibt es viele, viele Projekte die wichtig sind, jedoch wir erfahren immer mehr, dass Zuschüsse, Spenden und Förderbeiträge immer weniger werden. Unter Schlafstörungen leiden 50% der Menschen, Sekundenschlaf, Ein- und Durchschlafstörungen, Schlafapnoe, sind nur einige Stichworte dazu. Jedoch kommen wir langsam an die Grenzen unserer Belastbarkeit. Koipien, Portkosten usw. Ich weiß, es geht nicht nur uns so, sonderen allen anderen Patientenorganisationen (Selbsthilfegruppen).
Auch darauf sollte man und muss man hinweisen.
Udo Bertram
Schlafapnoe e. V.
Ich bin bei der Schweinfurter Tafel e.V. ehrenamtlich tätig und wir suchen dringend Fahrer für unsere Kühl-Fahrzeuge (normaler Führerschein genügt- früher Klasse 3 ) um Lebensmittel von Schweinfurter Lebensmittelgschäften abzuholen. Es genügt der Einsatz von 3 – 4 Vormittage im Monat. Wenn sich jemand in Schweinfurt oder Umgebung meldet bitte ich um Rückmeldung über meine Ihnen bekanntgegebene E-Mail-Adresse. Danke.
Hermann Kleinhenz
Heute am 09.05.2209 hatte die Johanniter Unfallhilfe den Tag der offenen Tür und ich finde es gut das es solche Organisationen gibt. Auch ich bin ehrenamlich dabei. Einfach nur Anderen zu helfen ist schon eine gute Tat und ich hoffe, dass wir noch mehr Ehrenamtler bekommen.
Wir als öAG der Rheuma-Liga Oppenheim sind auch mit 7 Vorstandsmitgliedern, ehrenamtlich für Rheumakranke tätig. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie freudig und dankbar ältere, kranke Menschen (sehr viele auch mit wenig Geld und sehr wenig sozialen Kontakten) unsere Hilfe, sei es in Gesprächen oder Freizeit-Aktivitäten in Anspruch nehmen. Dies ist uns Dank genug, und es ist ein Ansporn weiter zu machen.
Margit Mühlbach
Erste Vorsitzende
Ich finde es schade, dass die vielen tausend ehrenamtlichen Kommunalpolitiker keine Erwähnung finden. Anscheindend ist mittlerweile nicht mehr erwähnenswert, dass Menschen viel freie Zeit dafür aufwenden, in den kommunalen Vertretungen zu arbeiten…
Mit sehr großem Interesse verfolge ich die Themenwoche zum Ehrenamt in Deutschland. Ich bin begeistert, dass das Thema so ausführlich und medienpräsent behandelt wird und habe hier schon einige tolle Initiativen kennengelernt.
Allerdings drängt sich mir der Eindruck auf, dass manches von den guten Worten und der Wertschätzung nicht bei den Engagierten im Ehrenamts-Alltag ankommt. In meiner mehr als zehnjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit habe ich einerseits zahlreiche positive Rückmeldungen bekommen, andererseits haben uns auch gerade staatliche oder halbstaatliche Institutionen große Steine in den Weg gelegt, unsere – inhaltlich zweifelsfrei anerkannte – ehrenamtliche Arbeit zu machen. Besonders die GEZ hat es geschafft, zweien unserer Mitarbeiter die ehrenamtliche Tätigkeit abzugewöhnen, indem jede Aussage zum Negativen umgedeutet und jede Unerfahrenheit ausgenutzt wurde. Dagegen sind viele Mitarbeiter in Finanzbehörden und bei Versicherungen und Krankenkassen sehr positiv beratend tätig geworden. Ich würde es begrüßen, wenn im Rahmen der Themenwoche auch thematisiert würde, dass manche Institution die Unerfahrenheit ehrenamtlicher Mitarbeiter in behördlichen und juristischen Dingen zu deren Ungunsten ausnutzen und damit viele Engagements verhindern. Könnten nicht Anreize geschaffen werden, ehrenamtlichen Einrichtungen in behördlichen und juristischen Fragen Beratung zukommen zu lassen – oder sind sogar Vereinfachungsregelungen für Ehrenamtliche (in ihrer Rolle als Mitarbeiter im Ehrenamt) denkbar?
Vielleicht ein Anstoß zum Überlegen?
Wir (meine Familie und ich) verfolgen seit einigen Tagen die Radioreportagen zum Thema Ehrenamt. Wir selbst sind neben einigen anderen Engagements überwiegend im kirchlichen Umfeld (Landeskirche, FEG, Jugend- und Bandarbeit etc.) tätig. Das ist für mich als Christ (im “christlichen Abendland”) besonders wichtig. Gerade in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeit, wo uns christliche Werte wirklich weiterhelfen. Aber wir vermissen, dass das Ehrenamt für die Kirche (Gemeinde und mehr) wenig bis gar keine Erwähnung in Ihrer Aktion findet.
Guten Tag!
Ich wollte nur mal etwas über das Ehrenamt im Rettungsdienst und Katastrophenschutz schreiben.
Für mich und einige andere ist es unverständlich, warum für Helfer von Freiwilligen Feuerwehren Verdienstausfall bezahlt wird, wenn ein Einsatz in die normale Arbeitszeit fällt und für ehrenamtliche Rettungsdienstler nicht. Da bei einem sogenannten Massenanfall von Verletzten viele Rettungskräfte gebraucht werden, haben viele Hilfsorganisationen Schnelleinsatzgruppen (SEG) gebildet. Diese bestehen zum Grösstenteil aus Ehrenamtlichen und werden bei Bedarf per Funkmelder alarmiert. Anders als bei Mitgliedern von Freiwilligen Feuerwehrleuten müssen sie bei Einsätzen, die noch nicht als Katastrophenschutzeinsätze zählen, Urlaub oder Überstunden nehmen, falls der Einsatz in die Arbeitszeit fällt. Ein grösserer Einsatz, wie zum Beispiel ein Busunfall auf der Autobahn lässt sich ohne diese Kräfte nicht bewälltigen.
Ich wollte hiermit nur ausdrücken, dass in diesem Bereich viele Ehrenamtliche mit Begeisterung und viel Engagement 24Stunden, 365 Tage im Jahr für das Wohl der Bevölkerung bereit stehen.
Hallo ARD,
finde es gut, dass auch mal über die Vielen vor Ort berichtet wird, die sich wie wir z.B. für die Nöte und Sorgen der Bürger einsetzen.
Bei uns gibt es seit 30 Jahren einen Verein: Bürgerfonds Elz e.V., der unbürokratisch schnelle Hilfe leistet.
Zum Beispiel: Wir finanzieren aus unseren Mitteln Hilfe für Kinder im Kindergarten, in der Schule und in der Freizeit. Die Hilfe sieht so aus, das Kindergartenbeiträge, Essen im Kindergarten bezahlt wird. In der Schule finanzielle Hilfe bei Durchführung von Klassenfahrten. Wir wollen nicht, dass Kinder ausgegrenzt werden, weil die Eltern nicht über Mittel verfügen die Klassenfahrt zu bezahlen.
Bei erwachsenen Bürgern helfen wir, wenn z.B. Energienachzahlungen, Umlagenzahlungen und geforderte Mietkautionen nicht aus eigenen Mitteln finanziert werden können.
Bei Senioren und kurzzeitpflegebedürftigen Mitbürgern haben wir die Zahlungen an Essen auf Rädern und Kurzzeitpflegeinrichtungen übernommen, soweit sie vom Sozialhilfeträger nicht geleistet wurden. Auch Zuzahlungen bei Brillen und Zahnersatz, wurden von uns übernommen, wenn die Bürger unseres Ortes finanziell nicht dazu in der Lage waren. In jedem Jahr überraschen wir zu Weihnachten und Ostern hilfsbedürftige Familien und Einzelpersonen mit einem Geldgeschenk.
Die Mittel für die Hilfe stammen ausschliesslich aus Spenden, weil wir keine Mitgliedsbeiträge erheben. Im Ort übernehmen wir bei Festen und am Christkindlmarkt die Bewirtung und der Erlös fliesst wieder unseren hilfsbedürftigen Bürgern zu. In den letzten Jahren haben wir jährlich zwischen 10.000 und 15.000 € Hilfe geleistet. Dies ist für einen kleinen Verein sehr viel.
Unsere Hilfe kommt immer gut an.
Ingrid Friedrich
Bürgerfonds Elz e.V.
65604 Elz
Ahlbacher Weg 4
06431 95203
Hallo liebe Ehrenamtler!
Um es im Vorfeld deutlich zu sagen: Ich finde, ehrenamlich tätig zu sein sehr gut. Ich bin es jahrelang gewesen (im Verein, im Kindergarten, in der Schule als Elternbeirat, ich habe Nachmittagsunterricht in einer “offenen Ganztagsschule” gegeben und ähnliches mehr). Ich habe einigen Institutionen zu Einnahmen verholfen und noch nicht einmal die Fahrtkosten erstattet bekommen. Ich habe es gerne gemacht und gut. Allerdings habe ich in letzter Zeit vermehrt den Eindruck, daß das Ehrenamt für Zwecke gebraucht wird, die eigentlich Aufgabe des Gemeinwesens sind. Menschen, die nichts zu essen haben, Eltern, die keine Schulranzen kaufen oder den Schulausflug nicht finanzieren können, junge Mütter, die ein Neugeborenes oder viele Kinder haben, Kinder, die nachmittags nicht beaufsichtigt werden und keine Schulaufgaben machen, jede Art von Hilfsbedürftigkeit der Mitbürger soll von Ehrenamtlern erledigt werden. Das ist sehr bequem für den Staat (Land, Kommune), diese freiwilligen Arbeiter kosten nichts, kein Geld (im Gegenteil, sie beschaffen die Spenden), keine Krankenversicherung, keine Rente und kein Kündigungsschutz. Ich glaube, der Staat hätte am liebsten nur solche Arbeiter im Sozialwesen. Ein bißchen sehe ich das auch im Zusammenhang mit dieser öffentlichen Kampagne. Anstatt die Kräfte der Freiwilligen zu sammeln und Druck auf die Politik aus zu üben, wird hin und wieder ein Generallob ausgesprochen.
Ich finde das Ehrenamt bei Sport, Spiel und Spannung unerlässlich und lobenswert. Aber im sozialen Bereich und Gesundheitswesen ist die gesamte Öffentlichkeit gefragt, denn wir leben in einem Sozialstaat, der die Pflicht hat, für alle Bürger zu sorgen!
Wenn ich von einem Ehrenamt höre, dann frage ich mich inzwischen immer zuerst: “Wem nutzt es?” Natürlich den Betroffenen, dann vielleicht dem Ehrenamtler selbst und “last but not least” dem, der nichts dafür bezahlen muß und bestensfalls noch einen Vorteil davon hat.
Also, nichts für ungut, liebe Ehrenamtler, dies war nur einmal eine kritische Stimme zu diesem gefühlvollen Thema und ich bleibe trotz meines Mißtrauens weiterhin ehrenamlich tätig.
Kirsten Paarmann
Ehrenamt ohne Ehre, Lückenbüsser für eine jahrelange verlogene Politik.
Mit Privat vor Staat und mehr Selbstverantwortung posaunend zieht die neoliberale Kaste sich immer mehr aus ihrer sozialpolitischen Verantwortung zurück.
Ehre wem Ehre gebürt.
So engagiert sich das “Erwerbslosenforum Deutschland” (gemeinnütziger Verein, zwar nützlich aber laut Finanzamt gemein) in Bonn -per Internetforum- seit 5 Jahren speziell für sozial Benachteiligte und von Behörden mit Vorsatz drangsalierte Menschen, seit einem halben Jahr mit eigener Beratungsstelle in BN/Buschdorf. So konnten wir gerade heute einer Alleinerziehenden mit 3 Kindern zu einer neuen Wohnung verhelfen, und einem Migranten zu rechtmässig zustehendem Bargeld, was ihm die ARGE bislang gesetzteswidrig verweigerte.
Die Bonner Stadtmütter und Väter bevorzugen eher die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa), als ein gut eingespieltes Team und funktionierende Initiative vor Ort. Da wir quasi die Arbeit der ARGE/Sozialamt zum großen Teil übernommen haben wird unser Tag kommen.
Schade alte Bundeshauptstadt Bonn
Hallo ARD,
als ehrenamtlich engagierter Bürger finde ich die Aktion super. Ich hoffe nur nicht, dass das Thema wieder für die Wahl (wie schon oft in der Vergangenheit) missbraucht wird. Als Vorsitzender unserer Feuerwehr und als Vorsitzender im Elternbeirat einer Realschule ist es mir durchaus bewusst, dass es ohne Ehrenamtliche nicht geht. Kein Staat hätte das Geld, die geleisteten nötigen Dienste zu bezahlen. Doch was macht der Staat mit seinen Ehrenamtlichen????
Wenn wir vom Feuerwehrverein aus ein Fest abhalten, heißt es gerne, die Feuerwehr säuft schon wieder. Fakt ist aber, dass das erwirtschaftete Geld satzungsgemäß zu 100 Prozent der Wehr zugute kommt. Da sich unser Staat vor einigen Jahren zur Abschaffung der Feuerschutzabgabe entschlossen hat, sind diese Feste leider nötig. Mit den Einnahmen entlasten wir den Haushalt unserer Gemeinde und somit jeden einzelnen Bürger. Unser Gewinn wird jedoch drastisch durch Steuerabgaben und GEMA gemindert. Jedes Jahr leisten unsere Wehrmänner und -frauen viele hunderte Stunden ehrenamtlichen Dienst für den Nächsten. Dazu kommt noch eine Vielzahl von Übungsabende. Natürlich werden dazu auch die neuen Medien eingesetzt. Da viele Unterrichtsvorlagen auf CD/DVD veröffentlicht werden, benötigen wir auch einen Fernseher. Dafür müssen wir dann tief in die Tasche greifen, um die GEZ zu befriedigen. Zugegeben, wir schauen auch das TV-Programm und hören Radio. Jedoch ist das, ausgenommen von unserem geselligen Abend, nur während der Bereitschaftszeit zwischen den Einsätzen. Jeder einzelne Angehörige unserer Wehr arbeitet kostenlos. Daher ist es für uns unverständlich, wenn solche Gebühren bezahlt werden müssen. Sozialempfänger können sich von der GEZ befreien lassen. Wir, die Feuerwehr, die jedem einzelnen Bürger zu jeder Tages- und Nachtzeit unentgeltlich helfen müssen aber bezahlen, obwohl die Geräte nur selten benutzt werden.
Ich hoffe, dass mein kleiner Beitrag, welchen ich noch unendlich fortführen könnte, auf Gehör stößt. Es wäre schön, wenn endlich mal etwas zum Ehrenamt zurück käme. Höhere Freibeträge bei den Steuern, Befreiung von GEMA und GEZ und eigene Tarife bei Versicherungen etc. wären schon ein richtiger Schritt. Ein Glück für unseren Staat ist es nur, dass fast alle Ehrenamtlichen Idealisten sind. Sollte sich dieses einmal ändern, dann geht es mit unserem Sozialstaat bergab.
Engagiere mich für den Verein “Erstehilfe-Paraguay”.
Helfe Spenden und Sachspenden zu sammeln. Guterhaltene Dinge können dort wieder bzw. weiterverwendet werden. Aktiver Umweltschutz und Hilfe für Menschen in Not. Finde das Projekt genial. eder sollte sich engagieren sowohl regional als auch global!
Was Thomas Schopf schreibt, beruhigt mich einerseits: Andere ehrenamtliche Vereine haben ähnliche Probleme – andererseits entsetzt es mich: Offenbar darf die GEZ ihre Geldeintreibung auch gegenüber den angeblich so wichtigen ehrenamtlichen Einrichtungen hemmungslos und ohne Rücksicht auf Unerfahrenheit und moralische Aspekte umsetzen.
Wie gesagt: Zweier unserer Mitarbeiter hat eine solche Auseinandersetzung alle Nerven gekostet, weil man gegen die Bürokratiemaschine nicht ankommt. So haben wir – neben erheblichen finanziellen Schäden, die ehrenamtlicher Arbeit schaden – auch Mitarbeiter im Ehrenamt verloren.
Ich fürchte zwar, dies alles interessiert niemanden von den Verantwortlichen. Wenn doch, bin ich erstens überrascht und zweitens gern bereit, auch unseren konkreten Sachverhalt sachlich und detailliert zu schildern. Denn das, was unserem ehrenamtlichen Verein da geschehen ist, ist geradezu der einhundertprozentige Gegenentwurf zu allen hier so sorgfältig gesammelten Ehrenamts-Befürwortungen.
Ich finde diese Informations-Woche sehr gut, vermisse allerdings Hinweise oder Links, wie man zu einem Ehrenamt kommt. Würde mich gerne in einem Ehrenamt engagieren, finde jedoch nirgends eine konkrete Adresse oder Telefonnummer, an die ich mich wenden kann, auch meine Google Suche hat mir nicht weitergeholfen.
Hi zusammen,
ich finde das Projekt klasse. Es ist eine schöne Möglichkeit, dafür zu sorgen, dass den Engagierten mehr Aufmerksamkeit für Ihren Einsatz zu teil wird, aber auch interessante Projekte all denen vorzustellen die gerne ehrenamtlich tätig werden möchten.
Allen am Ehrenamt Interessierten in Bielefeld möchte ich unseren kleinen aber feinen Radiosender Antenne Bethel ans Herz legen. Hier machen ehrenamtliche Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Radio. Ist zu empfangen in Bielefeld und Bethel unter 94,3 Mhz und jeder der interessiert ist, auch aktiv zu werden, kann gerne bei einer der täglichen Sendungen vorbeischauen.
Viele Grüße,
Carl Hinrichsen.
Tolles Projekt!
Habe heute diese Domain angemeldet – möchte Menschen zu Wort kommen lassen, die nicht über die Technik verfügen, sich im WEB zu äussern. Begebe mich in gerne in die Welt derer, die am unteren Rand unserer Gesellschaft leben – und etwas zu sagen haben. Ich bringe sie ins Netz. Mit Bild und Ton!
Freue mich auf diese ehrenamtliche Aufgabe.
Hallo zusammen,
Schade, als eher geringfügiger Medienkonsumierer habe ich leider erst per Zufall von ihrer Aktionswoche erfahren, möchte hiermit aber auch kurz mein Statement zum Thema Ehrenamt abgeben.
In der Vergangenheit habe ich mich insbesondere in organisierten Vereinen ehrenamtlich engagiert und muss sagen, die gesetzlichen Rahmenbedinungen für diese Arbeit sind zumindest klar umrissen.
Zur Zeit planen ein Freund und ich jedoch “unorganisiert”, dass heisst ohne einen Verein oder eine Unternehmung im Rücken, einen Event für die lokale Hospizarbeit in einer oberbergischen Kommune. Auslöser für uns war die im vergangenen Jahr gemachte persönliche Erfahrung. Motiv für unseren Einsatz ist in erster Linie die Dankbarkeit gegenüber den Menschen, die dort hervorragende Arbeit leisten. Hier gilt anzumerken, was man als Verein noch irgendwie organisiert bekommt, stellt für Privatpersonen teilweise eine nicht zu überwindende Schwierigkeit dar. Das beginnt bei der Umsetzung der Versammlungsstättenverordnung (wir planen ein zweigliedriges Benefizkonzert), geht über die GEMA und endet wahrscheinlich nächstes Jahr mit einer Nachfrage von der Finanzbehörde, warum denn auf unserem Namen eine “Ausschankgenehmigung” erteilt wurde, die dafür zwingend notwendige Einnahmerechnung aber steuertechnisch nirgends aufttaucht. Hier sehe ich über die gesamte Bandbreite Optimierungsbedarf, damit Bürgern die in ähnlicher Ausgangssituation wie wir stehen, nicht von vornherein in Ihrem gewollten Tun “ausgebremst” werden.
Bei unserem Projekt sind wir seit Mitte Februar tagtäglich – nach 8 Stunden Arbeit – aktiv. Wir sind dabei konzeptionell vorgegangen und es scheint uns gelungen zu sein, ein soziales Netzwerk mit unterschiedlichen Akteuren (Vereine, Unernehmen, Bands, Chöre, Einzelpersonen, Kommune, pp.) für die Sache organisiert zu haben. Gerne bieten wir dabei Personen unsere gemachten Erfahrungen an. Das Ist-Ergebnis finden Sie auf unserer homepage. Über Ihren Besuch freuen wir uns. Wir sehen im Ehrenamt eine starke soziale Stütze in unserer Gesellschaft und danken hiermit auch der ARD für diese Themenwoche.
Ich hätte da auch einen kleinen Beitrag zum Thema Ehrenamt. Die freie Musikszene e.V (Höhr-Grenzhausen bei Koblenz) veranstaltet regelmäßig Konzerte mit Bands aus der ganzen Welt, die sonst Probleme hätten, geeignete Location zu finden, da das Risiko mit so einer Band Schiffbruch zu erleiden für kommerzielle Betreiber auf dem Lande meist zu groß ist. So bekommt der einheimische Gast Künstler zu sehen und zu hören, von denen er nicht mal ahnte, dass es sie gibt und die jenseits des standardisierten Einheitsbrei mit “Volles Haus gHrantie” agieren.
So waren in den letzten drei Jahren vor allem bands aus zum Beispiel Uruguay, Chile, Argentinien, Frankreich, Barcelona, Mexico,…. zu Gast. Dabei arbeiten hier alle ehrenamtlich, vom Veranstalter, über Bedienungen, Herbergsväter, Putzfrauen, Plakatekleber,….
Hallo ARD,
durch regelmäßige Beiträge beim Radiosender Bremen 4 erfuhr ich über Ihre Themenwoche und ich finde es wunderbar, dass das Ehrenamt auch geehrt wird. Zunächst möchte ich einen großen Dank an alle Ehrenamtlichen aussprechen, ohne euch würde es meist sehr grau aussehen. Ich selbst bin beim “Lady Circle” in Bremen-Nord tätig, noch nicht lange aber dafür mit sehr viel Freude.
Der Ladies’ Circle (LC) ist eine internationale Service-Organisation junger Frauen unter 45, die unabhängig von politischen oder religiösen Interessen das Ziel der Freundschaft und Hilfsbereitschaft haben. Wir, die Ladys aus Bremen-Nord sind momentan 10 junge Frauen zwischen 22 und 41 J. Wir haben uns verpflichtet, Serviceprojekte vor Ort, national oder international finanziell oder mit anderen Mitteln zu unterstützen. Das aktuelle Serviceprojekt ist die Unterstützung des Bremer Vereins “Schattenriss”. “Schattenriss” ist eine Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen für Betroffene und Angehörige. Schattenriss bietet Informationen, Beratung und Präventionsmaßnahmen an.
Auf unserer Homepage finden Interessierte viele weitere Informationen und vielleicht lernen wir uns mal kennen.
You make the difference
Liebe Grüße aus Bremen
Ärger im Ehrenamt
Hallo,
Wir waren eine Gruppe von 8 Mitarbeitern vom “Weissen Ring” in Hessen. 5 – 10 Jahre waren wir in der Opferarbeit tätig, halfen Opfern von Straftaten in Notlagen und deren Angehörigen. Ich selbst war der Außenstellenleiter und wir alle machten diese Arbeit im Ehrenamt mit ganzen Herzen.
Leider machten meine Mitarbeiter und auch Ich eine Erfahrung die im Ehrenamt nicht sein dürfte. Intern waren wir mit der Umsetzung unserer Ehrenamtsarbeit in Hessen, besonders duch einen anderen Außenstellenleiter, der gleichzeitig auch noch Rechtsanwalt ist, nicht einverstanden. Das gaben wir in einem Brief auch so wieder. Unser Landesvorsitzender in Hessen sah sofort eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit uns als nicht mehr möglich an. Die Folge: die Mitarbeiter hatten bald Post im Breifkasten mit ihrer NIEDERLEGUNG ALS EHRENAMTLICHER MITARBEITER/IN . Nicht genug damit, der im Brief erwähnte Rechtsanwalt und Außenstellenleiter schob noch eine Unterlasserklärung und die Zahlung von 540 .-€ gegen uns beim Landgericht nach. Wir brauchten also einen Anwalt gegen einen Anwalt im Weissen Ring – Unvorstellbar! Letzlich gab es eine mündliche Verhandlung beim Amtsgericht in Frankfurt gegen mich. Gewonnen habe ich vor Gericht, aber wofür? Für ein Urteil: der Brief war nur unser Recht auf FREIE MEINUGSAÜSSERUNG ?
Traurig ist: der Bundesvorstand des Weissen Ring in Mainz konnte oder wollte uns nicht helfen und wir alle stehen mit Kosten und ohne Ehrenamt im Regen!
Ich bin immer noch für ein Ehrenamt!
Hallo ARD-Team,
ich möchte hier für ein tolles Projekt werben. Die DGM ermöglicht seit 4 Jahren eine Freizeit für degenerativ muskelerkrankte Kinder. Diese Kinder haben hier eine seltene Gelegenheit sich von den Eltern zu emanzipieren. Ende Juli gibt es wieder eine einwöchige Freizeit (diesmal in Nordeutschland), für die wir ehrenamtliche Betreuer suchen. Ich selber war schon 3x dabei und bin der anleitende Gesundheits- und Krankenpfleger und studiere Pflegewissenschaft. Auf unserer Homepage kann man sich ein Beispielvideo von unserer Reise nach Cornwall (Südengland) ansehen. Wir waren auch schon in der Schweiz.
Für die Dokumentation hat Sylvia den Großen Bayerischen Löwen gewonnen…
Wir machen in dieser Freizeit für die Kinder Dinge möglich, die sonst Eltern nicht zu leisten vermögen. Spenden sind auch immer gerne erwünscht. Lieber wären uns engagierte Menschen, die sich trauen, Menschen anzufassen.
Liebe Grüße Peter Danz
Grüß Gott !
Ich freue mich sehr, daß die ARD in dieser Woche das Thema Ehrenamt herausstellt. Wäre es da nicht möglich, auch einmal über die segensreiche Arbeit der ehrenamtlichen Versichertenältesten der Deutschen Rentenversicherung zu berichten ?
Ich bin selbst seit vielen Jahren so ein Versichertenältester, aber mir gehts nicht um meine Person, sondern dass man generell mal darauf hinweist, dass es in allen Städten und Lankreisen Leute gibt, die das mit großem Engagement machen. Immer wieder bekomme ich bei meinen Beratungen zu hören, daß man das gar nicht wußte, dass es so etwas gibt. Also scheinbar gibt es da noch Bedarf, darüber zu informieren.
Freundliche Grüße
Bernhard Maurer
Ehrenamtlicher Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung Bund
Hallo ARD-Team!
Ich finde es klasse, dass einmal das Ehrenamt eine Woche im Mittelpunkt steht.
Ohne Ehrenamt wäre vieles nicht möglich. Ich selbst bin als Ehrenamtliche tätig bei der Arbeiterwohlfahrt in Nürnberg, ich leite einen Handarbeits- und Bastelkreis. Meine Damen sind alle schon im Rentenalter, doch durch das Handarbeiten sind sie immer noch gefordert und höchst arrangiert.
Mein Ehemann ist ehrenamtlich beim DARC tätig.
Ich kann nur sagen Ehrenamt macht Spaß, es sollten sich noch mehr Menschen so engagieren, denn gemeinsam sind wir stark.
Mit freundlichen Grüßen
Petra Puchner
Leiterin des Handarbeits- und Bastelkreises
der Arbeiterwohlfahrt Nürnberg – Gibitzenhof
Hallo ARD-Team!
Bei dem bereits genannten Verein DARC wird leider zu wenig Information bereitgestellt.
Beim DARC handelt es sich um einen der größten Vereine in Deutschland, dessen Mitglieder ein derart umfangreiches technisches Fachwissen besitzen und dies ehrenamtlich an unsere Jugend weitergeben.
Aus eigener Erfahrung als Ausbilder im DARC kann ich nur bestätigen, dass unsere DARC Jugen keinerlei Probleme bei der Lehrstellensuche haben.
Desweiteren ist der Amateurfunkdienst ein weltweit verbindender, sozial denkender Funkdienst, der auch in Krisensituationen seinen Mann steht.
Liebe Grüße Helmut W.
Alles gut und recht mit dem Ehrenamt. Aber wenn es so wichtig ist, warum wird dann den Vereinen vom Staat das Leben schwer gemacht? In bin Steuerberater und habe einen Verein als Mandant. Dieser Verein darf laut Verfügung des Landes Baden-Würtemberg für kein Mitglied Geld ausgeben, ausser für Aufmerksamkeiten. Und das sind € 40,00 pro Jahr und Person. Damit soll auch ein Vereinsausflug abgedeckt sein. Geschenke für besondere Jubiläen dürfen auch nicht mehr als € 40,00 kosten. Man stelle sich vor, 50 Jahre Vereinszugehörigkeit und der Verein darf nicht mehr als € 40,00 aufwenden? Ergebnis: es will niemand mehr verantwortlich sein, weil immer ein Bein im Gefängnis steht.
Also sehr gut, sich um das Ehrenamt zu kümmern, aber gerade Bayern 3 hätte die Möglichkeit, auch Verbesserungen bei den Rahmenbedingungen einzufordern.
Hallo, ich finde das ja alles schön und gut mit dem Ehrenamt und diese Ämter sind auch wichtig in unserer Gesellschaft. Doch mich stört an dieser ganzen Sache, dass man immer von UNENTGELTLICHER Arbeit spricht. Das stimmt NICHT und geht mir deshalb auch voll auf den Geist. JEDER der so ein Amt ausführt bekommt dafür Geld- nämlich eine Ausgleichsentschädigung. Es ist dabei egal, wie hoch diese ist. Sie ist jedoch immer ein Hinzuverdienen zu seinem Lebensunterhalt zur Arbeit, zur Rente oder auch zum HartzVI. Und wem dies zu niedrig ist oder wem dies nicht reicht reicht, der soll es einfach lassen, anstatt sich ständig darüber aufzuregen. Denn wer sich ständig darüber aufregt, dass er nicht hoch genug dafür entschädigt wird, der hat das Wort EHRENAMT nicht richtig verstanden, dem reicht demnach nicht die Freude und der Dank derjenigen aus, für die er sich einsetzt.
Ehrenamt ist nicht gleich Ehrenamt!
Seit zehn Jahren setze ich mich für Betroffene und deren Angehörige ein. Betroffene bekommen bei der Diagnosestellung mitgeteilt, dass es zur Zeit keinerlei Heilungschancen für sie gibt und dass ihre Lebenszeit nur noch sehr begrenzt sein wird. Das trifft!!Betroffene und Angehörige fallen in ein tiefes Loch und sind wie gelähmt. Sie suchen Hilfe bei uns!
Dieses Ehrenamt verlangt sehr viel von mir und meiner Familie ab, Freunde, Bekannte werden weniger, keiner will mit dem Thema Tod konfrontiert werden.
Seit zehn Jahren erlebe ich tagtäglich Leid, Angst, Verzweiflung, Tod und Trauer. All dieses würde mir nicht soviel zusetzen, wie der bürokratische Aufwand und die Suche nach Finanzquellen. Ich fühle mich sehr allein gelassen vom Land Baden-Württemberg und der Politik. Unsere Politiker können sehr gut reden doch, wo sind die Taten? Ich fühle mich ausgenutzt, benutzt und ausgebrannt.
So habe ich mir das Ehrenamt nicht vorgestellt!
Hallo zusammen,
auch ich habe leider erst sehr spät von dieser Themenwoche erfahren, möchte aber dennoch unbedingt die Gelegenheit nutzen, kurz von unserem Projekt – der “Individuellen Lernbegleitung” zu berichten. Dieses Projekt wird in mehreren Landkreisen in Baden-Württemberg umgesetzt. Ich betreue hauptamtlich die über 50 Ehrenamtlichen, die im Landkreis Konstanz tätig sind. Sie kümmern sich um junge Schüler/innen und Schüler, die Unterstützung in der Schule und am Übergang Schule-Beruf benötigen. Jede Woche geben sie Nachhilfe, unterstützen bei der Suche nach Ausbildung- und Praktikumsplätzen und stehen als Vertrauenspersonen auch bei vielen anderen Fragestellungen den Jugendlichen zur Seite.
An dieser Stelle möchte ich allen, die sich in diesem Projekt engagieren herzlichen Dank sagen! Dank Ihrem Einsatz konnten wir im Landkreis schon vielen Schülern und Schülerinnen helfen.
Gerne würden wir noch mehr Schüler und Schülerinnen unterstützen und freuen uns daher über neue Ehrenamtliche.
Falls Sie Interesse haben in diesem Projekt mitzuwirken oder sich einfach erstmal informieren möchten, erreichen Sie uns hier:
Landratsamt Konstanz
Kreisjugendamt
Waldstraße 28
78315 Radolfzell
07531-800-2071
Hallo zusammen,
hier mal ein kleiner Auszug aus dem Erfahrungsschatz meiner jetzt fast 25jährigen ehrenamtlichen Tätigkeiten:
- anfangs kirchliche Jugendarbeit: tolle Sache, später dann ehrenamtlich im Pfargemeinderat/Pfarreienrat. Der Dank: ich habe mal ein Kirchenzeugnis für eine Bewerbung benötigt, und da stand dann nichts über all das drin!
- im Pfarreienrat habe ich mich erneut der Jugend angenommen, dann wollten mich Gremium und Pfarrer nicht mehr. Meine/unsere Hinweise hinsichtlich all der Vakanzen/Probleme wollte keiner hören; wurde ggf. mundtot gemacht.
- Eine-Welt-Laden Macht riesig Spaß; aber auch dort gab es Gruppentrennungen weil einige sich persönlich verwirklichen wollten und die Kohle verdienen wollten…
- das DRK – grds. tolle Sache und Kameradschaftsinn wird da schon mal klein geschrieben….
Und trotz allem — ich mache einfach weiter… tut ja auch gut und gibt mehr als das was mit Geld zu verdienen wäre….
Eure Tine
Hallo mg,
will Ihnen ja nicht zu nahe treten, aber in all meinen 25 Jahren müsste ich noch die erst Mark bzw. jetzt den ersten Euro bekommen. Ich habe noch nie was bekommen und wenn es ggf. mal Fahrgeld hätte geben können, dann hatte ich da ja auch die entsprechenden Spritkosten…. also nix mit zusätzlichem Verdienen… bitte nicht so einfach daherreden…
LG
Tine aus dem WW
Danke für diese Themenwoche!
Wenn man den Film “Genug ist nicht genug” gesehen hat, muss man sich fragen wie weit man heute schon davon entfernt ist. Wie sieht denn heutzutage die Ausrückstärke bei den Feuerwehren im ländlichen Raum aus? Vielmehr wie im Film dargestellt wird es da schon heute nicht sein. Welcher Arbeitgeber der nicht direkt etwas mit der Feuerwehr zu tun hat läßt den seinen Mitarbeiter noch zum Einsatz fort? Welche Gemeinde stellt den vornehmlich Mitarbeiter ein die freiwilligen Feuerwehrdienst leisten? Im Gegenzug verlangen die Gemeinden es aber von den ortsansässigen Unternehmen. In Bezug auf den Kommentar von mg noch etwas zur Aufwandsentschädigung: Nicht jeder der ein Ehrenamt ausübt bekommt auch Aufwandsentschädigung! Bin seit 15 Jahren Ehrenamtlich in der Feuerwehr tätig und habe noch nie welche bekommen! Es gibt viele, die das Ehrenamt aus reinem Idealismus ausüben ohne jemals Geld gesehen zu haben. Außerdem ist die Aufwandsentschädigung so gering, dass man wirklich nicht von Bezahlung reden kann sondern sie höchstens die Selbstkosten für Benzin, Telefon ect. deckt.
Ich hoffe diese Themenwoche hat in den Köpfen der Menschen etwas bewegt, vor allem das nicht alles selbstverständlich ist! Im Moment musst du dir ja überlegen ob du in eine Bewerbung ein Ehrenamt mit angibst!
Gruß Christian
Einfach einmal “Danke” sagen!
Das passt hier sicher auch hinein. Als Leiter des AG “Schülerfernsehen Kitzscher” habe ich über die vielen Jahre der Existenz dieser AG immer wieder miterlebt, wie “meine” kleinen Redakteure sehr mühsam suchen mussten, um für die Rubrik “Vorgestellt” in unseren Sendungen jugendliche Partner kennenzulernen, deren Aktivitäten beispielgebend vorgestellt werden können. Unser Sendegebiet, der Südraum von Leipzig, ist nicht so groß und da ist man mit dem Vorstellen der guten Beispiele relativ schnell durch.
Durch den jetzt laufenden Wettbewerb hat sich da eine richtige Fundgrube eröffnet und für die Kinder und Jugendlichen der AG ist es nun fast wichtiger, die Adressen geeigneter Jugendgruppen unter den Wettbewerbern herauszufinden, um sie als Partner für unser Programm zu gewinnen, als nachzuschauen, wo “unser” Beitrag gerade positioniert ist – was den Kids allerdings auch viel Spaß macht.
Deshalb mein ganz großes Danke für diesen interessanten Wettbewerb. Vielleicht lässt sich daraus sogar eine kleine Kontaktplattform unter den vielen engagierten Jugendgruppen entwickeln? Der Erziehung von Kindern zur Freude am Ehrenamt täte das bestimmt gut.
Hans – J. Pohler
Gut daß die Ehrenamtlichen auch einmal Gehör finden. Leider kann ich nicht alle Sendungen dazu ansehen. Aber mir ist aufgefallen, daß die ehrenamtlich Tätigen in den kirchlichen Vereinen so gut wie nicht erwähnt werden. Dort gibt es die Katholischen Jugendverbände wie die Pfadfinder, katholische Landjugend, Kolpingjugend u.v.m. Auch die großen Verbände wie Kolping, Frauenbund, Marianischen Männerkongregation kommen in keiner Berichterstattung vor. Da meine Familie und ich in diesen Vereinen sehr viel Zeit einbringen (Tochter: Gruppenleitung und Stammesleitung bei den Pfadfindern, ich bei Kolping im Vorstand) finden wir es schade daß diese Gruppierungen anscheinend unter den Tisch fallen. Auch in den kirchlichen Vereinen wird mit viel Engagement und ohne Gegenleistung viele Stunden ehrenamtlich gearbeitet.
Treu Kolping
Lisa
Ich habe schon einige Sendungen gesehen und finde es prima, dass die ARD der Öffentlichkeit den Spiegel vorhält. Ich bin ehrenamtlich tätig, möchte aber mehr für die Prävention tun. In diesem Zusammenhang plane ich den Aufbau einer bundesweiten Service-Nummer 118 (8 für “gib Acht auf Deinen Nachbarn”). Einen groben Konzeptentwurf stimme ich zur Zeit mit dem Präventionsrat ab.
Es gibt zwar schon viele Telefon-Nummern, aber die sind nicht so einprägsam wie 110 (Polizei), 112 (Feuerwehrleitzentrale) und 118 (für eine Leitstelle, die bei Kommunen eingerichtet werden könnten).
Mit freundlichem Gruß
Heinrich Klug
Hallo ARD-Team!
das Thema Ehrenamt aufzugreifen finde ich eine super Idee und hoffentlich werden viele dazu wachgerüttelt, auch etwas für die Menschen, um sie herum zu tun. Ich selbst bin Schöffe, was in Deutschland auch ein zum Teil zeitaufwendiges Ehrenamt ist. Darüber hinaus würde ich gerne mehr ehrenamtlich machen, habe aber leider – im Gegensatz zu den “Prominenten” in euren Beiträge – kein Glück. Wir leben hier auf einem bayrischen Dorf, in dem die Ehrenämter in Vereinen/Kirche/Eine-Welt-Laden/Bücherei/etc. bereits seit Jahren und für Jahre (praktisch bis zum Tod) bestimmten Personen oder Familien gehören, die leider nicht auch nur ein kleines Bisschen ihrer Arbeit abgeben wollen, obwohl sie ständig jammern. Diese Ehrenämter stellen nämlich Ansehen und Macht in einer kleinen Gemeinde dar und niemand möchte darauf freiwillig verzichten. Ich würde mir wünschen, dass sich diese Leute – bevor sie einen willigen Menschen zurückweisen – einmal Gedanken machen sollten, dass diese Menschen einmal – vielleicht auch zweimal – nachfragen; wenn sie aber immer wieder zu hören bekommen, “ach eigentlich ist es nicht nötig, ich schaffe das schon allein”, werden sie sicherlich beim dritten Mal denken “Dann eben nicht” und resignieren.
Viele Grüße
S. Eckrich
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich finde ihre Aktion sehr gut. Ich arbeite seit 1967 ehrenamtlich, das macht mit viel Freude und gibt mir auch ein Selbstwertgefühl.
Nur leider, hat noch keiner gefragt, was so ein Ehrenamt kostet. Mal ganz abesehen von der Zeit, das ist ja bei einem Ehrenamt, wenn man es will, ganz normal. Doch leider ist es, bei den leeren Kassen der Kommunen, auch ein sehr teueres Amt. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, welche Fahrtkosten diese engagierten Menschen, wenn sie ihr Amt wahrnehmen, aus lauter Idealismus, aus ihrer eigenen Tasche bezahlen? Ich bin Rollstuhlfahrerin, bekomme zwar für meine Fahrten, neuerdings, die Fahrscheine der Stadt, trotzdem sind es nur allein bei Sitzungen und
sonstige Veranstaltung ca. 500 € pro Jahr. Als ich die Fahrscheine noch nicht hatte waren das so an 900 -1000 Euro im Jahr. Nehmen wir nur letzten 15 Jahre, seit ich berentet bin, bei einer Rente von 650 Euro, komme ich gut gern auf 10.000 Euro. Trotzdem, ich bereue nicht einen einzigen Cent das war mir die Arbeit wirklich wert, nur würde es mich freuen, wenn diese Arbeit auch mal anerkannt werden würde. Das sollte auch mal anerkannt werden, mal ganz abgesehen von den Erfolgen die man /frau durch sein Ehrenamt auch noch erreicht. Nur das will ja keiner wissen, wir werden als Ehrenamtliche auch noch müde belächelt. Nur stellen Sie Sie sich mal vor, alle Ehrenamtlichen würden jetzt “in den Sack hauen” dann stände Deutschland vor einem unlösbaren Problem. Das sollten sie mal in Ihren Berichten bringen, nur das trauen Sie sich nicht. Stellen sie sich mal vor, es würden die Leistungen der Ehrenamtlichen endlich einmal aufgerechnet, da würde ja ersichtlich auf welchen Potential der Staat sich ausruht, dagegen ist die Finanzkrise ein Klacks.
Das Schlimme ist, da wird geholfen, wir machen trotz aller Belastungen, die uns die Banker und die Blauäuigkeit der Politiker eingegebrockt haben weiter.
Wir bekommen keine Abfindungen, nicht einmal eine Anerkennung, das tut schon weh.
Ich finde diese Aktion zum Thema Ehrenamt super. Jeder sollte sich darüber im Klaren sein, dass viele Dinge in unserer Gesellschaft ohne das ehrenamtliche Engagement unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht mehr funktionieren würden. So würde es zum Beispiel ohne Ehrenamtler keinen Bevölkerungsschutz/Katastrophenschutz geben ! Ob nun Malteser Hilfsdienst – DRK – oder auch THW, ohne das Ehrenamt würden diese Trägerschaften des KatS nicht funktionieren. Allerdings sehe ich eben auch aus dieser Perspektive unsere Politiker in einer grösseren Verpflichtung gegenüber der Darstellung des Ehrenamtes in der Öffentlichkeit.
Hallo liebes Eins Live Team, liebe Hörer,
Ich bin Jugendwart Der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bergheim.
Es ist ein mächtig grosser Haufen an Arbeit, und ein sehr intensiver Zeitaufwand den man investieren muss. ES LOHNT SICH!!!!
Die Kinder geben einem das doppelt und dreifach zurück,
wenn sie z.B.: Nach einer bestandenen Prüfung (auf die man sie vorbereitet hat) stolz vor einem stehen und ihr nächstes Abzeichen nach Wochenlangen Übungsdiensten endlich an ihre Uniform gesteckt bekommen. Sie strahlen übers ganze Gesicht… (FÜR MICH Entlohnung genug). Kinder sind was tolles!!!
Ohne Ehrenamtliche geht es nicht
MfG Olli
Die Themenwoche ist in der Öffentlichkeit sehr gut wahrgenommen worden und damit auch alle im Ehrenamt tätigen Bürgerinnen und Bürger. Wahrgenommen werden, das heißt auch Anerkennung und Respekt und Wertigigkeit. Ich bin sicher durch diese große Öffentlichkeit ist vielen Menschen klar geworden, was auch in der eigenen Gemeinde ohne die “Ehrenamtlichen” vieles nicht da wäre. Vielen ist bewusst geworden, was macht da eigentlich meine Nachbarin…und ich hoffe für viele war es ein Anstoß sich auch zu engagieren.
Ich persönlich engagiere mich seit über 40 Jahren, erst im Kindergottesdienst, in der Jugendarbeit der Kirche, Kita, Schule, Parteiarbeit und Lobbyarbeit für und mit Frauen.
Vorbild war mein Elternhaus.
Im Moment engagiere ich mich für die Initiative des Landesfrauenrates Niedersachsen “Frauenorte Niedersachsen”
Wir wollen Frauenkultur und Frauenleben sichtbar machen, wollen Frauenorte benennen an denen engagierte Frauen gewirkt haben und ihr Engagement bis heute nicht sichtbar gewürdigt und damit anerkannt wurde. Wer weiß schon, dass Anita Augspurg, die erste deutsche promovierte Juristin, in Verden geboren wurde, zur Schule gegangen ist und maßgeblich dazu beigetragen hat, das vor 90 Jahren das Frauenwahlrecht endlich in die Verfasung aufgenommen wurde. Wer weiß schon, dass Theanolte Bähnisch vor 100 Jahren den ersten deutschen überparteilichen Frauenverband gegründet hat, dass sie die erste Regierungsräsidentin der BRD in Hannover war und, und, und. Wir wollen mit dieser Initiative das Leben und Wirken vieler Frauen sichtbar machen, wir wollen es in das kulturtouristische Angebot integrieren. Stadtrundgänge, Theater, Ausstellungen, überall soll auch das Leben von Frauen sichtbar gemacht werden. Oft zählen nur die Herrscher, die Könige und vielleicht auch die Königinnen, Fürsten, wieviel Schlachten haben sie gewonnen u.v.m. Es gab nicht nur die Varusschlacht, die mit so viel Aufmerksamkeit und soviel finanziellen Mitteln gefördert wird.
Es macht viel Freude und ich gewinne unendlich viele Freundinnen und Freunde. Auch bin ich sicher Vorbild für meine Enkelinnen, die erleben wie Ihre Oma sich engagiert und ein ausgefülles Leben führt und glücklich ist.
Ursula