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Claim tell.a.vision: Jung und Alt 2050
Alle Gewinner auf einen Blick
  • Sonderpreis Schule: I'm young

    Die Jurybegründung: "Wir schreiben das Jahr 2050. Ein Jugendlicher schickt ein SOS in die Welt hinaus: 'Ich sende auf allen Frequenzen, kann mich irgend jemand hören? Wenn hier draußen jemand ist, jemand unter 20, dann melde dich ...'. In ihrem Beitrag 'I'm young' thematisiert die Film-AG des Bertolt-Brecht-Gymnasiums den demografischen Wandel. Die dargestellte Horrorvision besteht darin, keine Gleichaltrigen mehr zu finden. Stattdessen ist man den Interessen der Alten ausgeliefert, die in bewusster Überzeichnung als zombiehafte Gestalten erscheinen. Filmisch gekonnt gestaltet, wird hier ein brisantes Thema spannend umgesetzt. Dass dies ohne einen erhobenen pädagogischen Zeigefinger geschieht, verstärkt die Aussage umso mehr. Mit ihrem Film 'I'm young' weisen die Schüler auf die Gefahr hin, dass in der Diskussion über die Ausgestaltung der Zukunft die Interessen von Jugendlichen nicht genug berücksichtigt werden. Eine überaus gelungene Gruppenleistung der Film-AG."

    I'm young

    Film AG, Bertolt-Brecht-Gymnasium
    Bad Freienwalde (Brandenburg)

  • Kategorie Video: Wir adoptieren eine Oma

    Die Jurybegründung: "Der Film 'Wir adoptieren eine Oma' ist eine kurze Dokumentation über einen Großelterndienst. Mit seinem Titel stellt der Film das übliche Konzept der Adoption – Alt adoptiert Jung – auf den Kopf und ermöglicht es so, dem Zuschauer diese alte Idee aus einer 'verrückten' Perspektive zu betrachten. Man bekommt das Gefühl, die Großelternadoption könnte wirklich ein Modell für die Zukunft sein, in der die Familien immer kleiner werden und die Alten immer einsamer. Ganz mathematisch wird so aus zwei negativen Entwicklungen eine positive. Außerdem schafft es der Film, dem abstrakten Begriff des Generationenvertrags ein Gesicht zu geben – mehrere sogar: Oma, Enkel, Mutter und Hund. Sie alle wirken authentisch und haben sich durch die Anwesenheit der Kamera nicht merklich beeinflussen lassen. Allein das zeugt vom Einfühlungsvermögen der Filmemacher. Überhaupt hebt sich die Machart des Films wohltuend vom großen Rest der Einsendungen ab, ohne dabei wie ein beliebiger Fernsehbeitrag zu wirken. Aus diesen Gründen ist für mich 'Wir adoptieren eine Oma' in jeder Hinsicht ein Gewinner."

    Wir adoptieren eine Oma

    XEN.ON, ems
    Berlin (Berlin)

  • Kategorie Audio: Big B. und seine Brösel

    Die Jurybegründung: "Eine Familie zappt sich durch verschiedene Sender. Eigentlich eine sehr bekannte Situation, die mit dem Blick in die Zukunft wenig zu tun zu haben scheint. Das Programmangebot aber im Jahr 2050 hat es in sich: In den Nachrichten geht es um den endlich wieder einmal gestiegenen Baby-Index 'BAX' und in einem anderen Sender wird für eine Wunderpille geworben, mit deren Hilfe man deutlich älter als 'nur' 150 werden kann. Big B. nörgelt über die Rente mit 90, seinen Rentner-Job an der Tankstelle und Bäume, die man nur noch im Zoo anschauen kann. Lebenswirklichkeit im Jahr 2050. Ein sehr gelungenes, facettenreiches und gut produziertes kleines Hörspiel, das die Folgen einer älter werdenden Gesellschaft mit den Folgen des Klimawandels geschickt verbindet und auch zeigt, wie sehr Jung und Alt von einander abhängen. 'Deine Generation und deine Vorfahren haben nun mal zu spät reagiert', sagt eine Enkelin zu Big B. Mit einer neu entwickelten Zeitmaschine können diese Fehler aber vielleicht wieder wettgemacht werden. 'Kommt mit, wir reisen zurück in die Vergangenheit und retten die Welt.' Dieser Appell am Ende der Geschichte zeigt, dass es den Machern des Beitrags auch um generationenübergreifende Verantwortung geht."

    Big B. und seine Brösel

    Tonstudio AG, Eugen-Bolz-Gymnasium Rottenburg a. N.
    Rottenburg (Baden-Württemberg)

  • Kategorie Foto: Teuflische Oma

    Die Jurybegründung: "Das Bild 'Teuflische Oma' von Erich Huber eröffnet vielfältige Perspektiven und Fragen zum Verhältnis der Generationen. Zunächst stellt sich dem Betrachter die Frage, wer ist hier 'teuflisch' und warum? Laut Titel ist es die Oma, aber im Bild erscheint sie normal und ist umringt von offensichtlichen, anderen Teufeln. Was passiert hier? Ist die Oma in der Gewalt der vermeintlich jungen Teufel oder macht sie gar mit ihnen gemeinsame Sache? Es wird nicht ganz klar, ob sie sich bedrängt fühlt oder es sogar genießt. Wie ist sie dort hin geraten? Wurde sie entführt oder ist sie freiwillig erschienen? Und diese Teufel: Was führen sie im Schilde? Sind sie wirklich 'teuflisch' oder wollen sie, ganz im Gegenteil, die Oma nicht vielleicht sogar unterstützen oder unterhalten? Somit bietet das Bild vielschichtige Möglichkeiten, die eigenen Gedanken über das Verhältnis der Abgebildeten und das der Generationen untereinander anzuregen und letztlich auch eine eigene 'Vision' zu entwickeln. Dabei erscheint es außerdem auch in formal kompositorischer sowie in der technischen Art der Umsetzung gelungen."

    Teuflische Oma

    Erich Huber
    Landstuhl (Rheinland-Pfalz)

  • Publikumspreis

    Der Publikumspreis wurde durch die Internet-Nutzer vergeben: "Hand in Hand ins Jahr 2050" hat in der Online-Bewertung die meisten Stimmen bekommen.

    Hand in Hand ins Jahr 2050

    Martin Stasch
    Solingen (Nordrhein-Westfalen)