Wie leben Alt und Jung im Jahr 2050 zusammen? Das war die Fragestellung des bundesweiten Wettbewerbs "tell.a.vision: Jung und Alt 2050" bei ARD.de. Dabei haben besonders viele Schüler ihre Visionen als Video, Foto oder Audio eingereicht und im Internet veröffentlicht. Jetzt stehen die Preisträger fest.
"I'm young" heißt der Gewinner der Kategorie "Sonderpreis Schule", der an die Film-AG des Bertolt-Brecht-Gymnasiums in Bad Freienwalde geht. Darin zeigen die Schüler aus Brandenburg ein Horrorszenario des demografischen Wandels: Weil es keine Gleichaltrigen mehr gibt, sind Jugendliche den zahlenmäßig überlegenen Alten hilflos ausgeliefert. "Filmisch gekonnt gestaltet, wird hier ein brisantes Thema spannend umgesetzt", heißt es in der Begründung der Jury.
In der Kategorie "Video" geht der Preis an den Film "Wir adoptieren eine Oma" - ein Film über einen kleinen Jungen und eine Seniorin, die sich bei einem Großelterndienst kennen lernen und Teile ihres Alltags gemeinsam meistern. Eine mögliche Vision über das Zusammenleben und Jung und Alt, finden die jungen Filmemacher von "Xen.on", dem Fernseh-Ausbildungskanal der Elektronischen Schule für Medien in Potsdam. Das Urteil der Jury: Der Film schaffe es "dem abstrakten Begriff des Generationenvertrags ein Gesicht zu geben" und zeige dabei viel Einfühlungsvermögen.
Der beste Beitrag in der Kategorie "Audio" heißt "Big B. und seine Brösel" und ist ein Hörspiel über den Rentner "Big B." und seine Familie Brösel, das im Jahr 2050 spielt. "Ein sehr gelungenes, facettenreiches und gut produziertes kleines Hörspiel, das [...] zeigt, wie sehr Jung und Alt voneinander abhängen", lobte die Jury den Beitrag der Tonstudio AG des Eugen-Bolz-Gymnasiums in Rottenburg (Baden-Württemberg).
"Teuflische Oma" heißt der Beitrag, der den Preis in der Kategorie Foto gewonnen hat. Es zeigt eine Oma, die umringt von als Teufeln verkleideten Fans des FCK ein Fußballspiel verfolgt. Das Bild von Erich Huber aus Landstuhl (Rheinland-Pfalz) eröffne "vielfältige Perspektiven und Fragen zum Verhältnis der Generationen", meint die Jury. Der Publikumspreis geht an das Foto" Hand in Hand ins Jahr 2050" von Martin Stasch aus Solingen (Nordrhein-Westfalen). Über den Publikumspreis konnten die Nutzer im Internet entscheiden.
Der Multimediawettbewerb "tell.a.vision: Jung und Alt 2050" fand im Rahmen der ARD-Themenwoche "Mehr Zeit zu leben – Chancen einer alternden Gesellschaft" (20. bis 26. April 2008) statt. Bei dem Multimediawettbewerb waren die Teilnehmer aufgefordert, Visionen über das Zusammenleben von Alt und Jung im Jahr 2050 zu entwickeln und sich somit auf kreative Art und Weise mit dem demografischen Wandel auseinanderzusetzen. Insgesamt 206 Beiträge wurden eingereicht. Dabei haben besonders viele Kinder und Jugendliche - meist zusammen mit ihrer Schulklasse - mitgemacht. Sie haben sich in ihren Filmen kritisch mit Themen wie Überalterung, Armut und Einsamkeit im Alter, Kindermangel, einem möglichen Kampf der Generationen oder dem drohenden Klimawandel beschäftigt.
Alle Preise mit Ausnahme des Schulpreises waren mit jeweils 750 Euro dotiert. Die Gewinner des Sonderpreises Schule für die beste Gemeinschaftsarbeit einer Schul- oder Jugendgruppe erhielten einen Zuschuss, z.B. zu einer Klassenfahrt, im Wert von 1500 Euro. Die Preisträger der Kategorie Audio, Video, Foto und Schulpreis wurden von einer fachkundigen Jury bestimmt.
Fragen zum Internet-Angebot der ARD-Themenwoche "Mehr Zeit zu leben – Chancen einer alternden Gesellschaft" und den Multimediawettbewerb "tell.a.vision: Jung und Alt 2050" richten Sie bitte an kontakt@ard.de.
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