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13.08.1961

Hörfunk und Fernsehen berichten über den Bau der Berliner Mauer

Die Welt hält tagelang den Atem an, als bewaffnete Volkspolizisten der DDR Ost-Berlin gegen West-Berlin abriegeln und der Bau der Berliner Mauer beginnt. Die Telefonverbindungen zwischen der Bundesrepublik und der DDR sind vorübergehend unterbrochen. Auch West-Berlin ist von dieser Sperre betroffen. Am 16.8. wird die Grenze zur Bundesrepublik Deutschland für alle Bewohner der DDR und Ost-Berlins gesperrt. Vom 19. bis 21.8. besucht US-Vizepräsident Lyndon B. Johnson Bonn und Berlin und bekräftigt in einer Rede vor dem Schöneberger Rathaus die US-amerikanischen Sicherheitsgarantien. Hörfunk und Fernsehen der ARD berichten sofort aktuell über die Entwicklung an der innerdeutschen Grenze und in Berlin. Allein der SFB liefert in der Woche bis zum 19.8. rund 70 Sondersendungen und Berichte. Die beiden SFB-Dokumentationen »Die Mauer« vom 27.8. und »Stacheldraht« vom 17.12. werden in 15 Ländern ausgestrahlt, u.a. von CBS (Columbia Broadcasting System) und NBC (National Broadcasting Company) in den USA, wo sie von etwa 20 Millionen Amerikanern verfolgt werden. »DER SPIEGEL« ist voll des Lobes über die Fernsehberichterstattung am 13.8.: Der SFB zeigte, »was seine Kameraleute an der Sektorengrenze gefilmt hatten; mit angenehm knappen Begleitworten, ohne Selbstmitleid, das man verziehen, ohne Frontstadt-Pathos, das man an diesem Tag hingenommen hätte. Und im Abendprogramm erschien eine vorverlegte ›politische Reportage‹ von Matthias Walden (›Berlin, 21.37 Uhr‹), frisch kommentiert, so daß sie fast fugenlos in die Situation paßte. Auch der Norddeutsche Rundfunk besaß genügend Geistesgegenwart, um seine ›Panorama‹-Sendung (Zweites Programm) ganz auf das Tagesereignis abzustellen. Man vernahm, daß Präsident Kennedy beim Segeln war, Macmillan Wildhühner schoß, de Gaulle sich in Colombey-les-Deux-Eglises entspannte (Gert von Paczensky: »Hoffentlich sind die alle telephonisch erreichbar!‹).« Und: » Telemanns Überzeugung aber ist, daß sich das Fernsehen gerade in diesen Augusttagen als sehr nützlich erwiesen hat.«

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Quelle: Deutsches Rundfunkarchiv, Frankfurt/M. | Über "Chronik der ARD" | Chroniken der Landesrundfunkanstalten